Eggingen Sorgen um Erhalt der Grundschule
06.02.2012
Eine klare Absage erteilten die Gemeinderäte dem Anschluss an den geplanten Schul-Zweckverband oberes Wutachtal. Bürgermeister Karlheinz Gantert erläuterte dem Rat zuvor die Gründe für die von den sechs Bürgermeistern aus Grafenhausen, Ühlingen-Birkendorf, Bonndorf, Eggingen, Wutach und Stühlingen ins Auge gefasste Kooperation.
Die Gemeinderäte sorgen sich um den Erhalt der Grundschule Eggingen, obwohl Bürgermeister Gantert dazu erklärte, dass es im Moment keine Befürchtungen wegen einer Schließung geben müsste. Gemeinderätin Regina Baschnagel sieht beim Zweckverband Probleme bei den Entfernungen. Als Mutter sieht sie es als undenkbar, Kinder nach Grafenhausen in die Schule zu schicken.
Gantert betonte: „Unser Ziel in Eggingen muss generell sein, dass wir unsere Grundschule so lange als möglich beibehalten können, die Grundschulzahlen sind im Moment so, dass wir bis 2017 die Grundschule zügig durchziehen können und die vier Klassen voll bekommen.“ Gemeinderat Klaus Mayer findet die Idee eines Zweckverbandes oberes Wutachtal zwar richtig, könnte sich für Eggingen eher ein Zweckverband auf der „Wutachtalschiene“, Wutöschingen, Eggingen Stühlingen vorstellen: „Mir geht der geplante Zweckverband zu sehr Richtung Schwarzwald.“
Gemeinderätin Regina Baschnagel betonte: „Ich sehe den Nutzen für Eggingen nicht in diesem Zweckverband. Die Entfernungen sind zu groß. Bonndorf ginge gerade noch, jedoch nach Grafenhausen wird kein Elternteil sein Kind hinschicken. Nach Stühlingen schon, denn dies wird immer Ziel der Egginger bleiben, auch Wutöschingen, wo verschiedene Alternativen vorhanden sind.“ Auch Ratsmitglied Roland Güntert lehnt den Beitritt zum Zweckverband ab: „Ich befürchte schlechteren Bildungschancen im Rahmen einer Gemeinschaftsschule.“ Es herrsche praktisch „Wildwest“. Wenn Arbeiten zu schreiben sind, gäbe es drei Sparten: Grundschularbeit, Realschularbeit und Expertenarbeit.
