Bad_SäckingenFasnachtsküchle für jeden Narren [0]
Ihre Fasnachtsküchle sind gefragt. Die gesamte Fasnacht hindurch backt Gerhild Zimmermann kleine Fasnachtsküchle und verteilt sie während den Umzügen unter den Zuschauern. Bilder: Kanele
Sie gehören zur schwäbisch-alemannischen Fasnacht wie der Narr in sein Häs: die Fasnachtsküchli oder Krapfen. Gefüllt mit Äpfeln oder Marmelade teilen sich die im Fett gebackenen Küchle während der Fasnachtszeit mit den Luftschlangen und Konfetti einen Platz in den Verkaufsregalen. Aus den Bäckereien duftet es frisch und verführerisch nach frischen "Berlinern", wie das Fasnachtsgebäck in der hiesigen Region auch genannt wird. In Bad Säckingen sind die in heißem Fett oder ausgelassener Butter gebackenen Küchle enger mit der Fasnacht verbunden, als mancher denkt. Die Geschichte geht zurück in die Zeit, als die Fürstäbtissin aus ihrem Stift heraus regierte. In Säckingen und dem stiftischen Hinterland gab es eine ganz besondere Krapfenart, die "Chäs-Pöllelin", die mit Ziger gefüllten Krapfen. Die Talschaft Glarus war dem Stift bis 1395 abgabepflichtig.
Küchle, Kreppe oder Krapfen. So vielseitig wie die Namen der in Fett gebackenen Küchle sind auch die Formen.
Eine der Wenigen die bis heute regelmäßig zur Fasnachtszeit ihre Küchle backt, ist Gerhild Zimmermann. Bereits am frühen Morgen des Wäldertages steht sie in der Küche und stellt den Teig her. Sie hat ihr eigenes Rezept, das nicht verraten wird. Auf dem Balkon der Wohnung stellt sie die Küchle dann in der Fritteuse her. "Ich muss auf den Balkon, damit es in der Wohnung nicht so stinkt", entschuldigt sie sich. Danach werden die Küchle in Zucker und Zimt gewälzt. Am Nachmittag zum Narrenbaum stellen ist sie dann unterwegs mit den kleinen Küchle: "Ich backe die Küchle die ganze Fasnacht hindurch." Weitere Artikel zu: MeinHochrheinFaisse, |


Bei ShortNews melden
Google melden
Webnews melden
del.icio.us empfehlen
Mister Wong melden


Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.