Dogern Tierisch gutes Jahreskonzert
Als Metzger verkleidet stand Herbert Gramsch mit einem Messer in der Hand am Dirigentenpult.
– „Musikverein Dogern – tierisch gut“ lautete das Motto des Jahreskonzerts des Musikvereins Dogern am Samstag in der Gemeindehalle. Es galt in mehrfacher Hinsicht: Zahlreiche Titel handelten von Tieren, und unter der dynamischen Leitung von Herbert Gramsch warteten die Musiker mit einer „tierisch guten“ Leistung auf. „Bärenstark“, meinte einer der rund 350 Zuhörer hinterher. Dies galt umso mehr, als erstmals zehn Nachwuchsakteure mitwirkten.
Für einen gelungenen Auftakt sorgte die Jugendmusik Albbruck-Dogern unter der Leitung von Ekkehard Heinrich. Die rund 50 Nachwuchsmusiker zählende Spielgemeinschaft zeigte sich von ihrer besten Seite. Die Freude am Musizieren spiegelte sich in einer tadellosen Leistung wider. Als Gesangssolistin vermochte sich Lisa Brockmann in „What a Woman“ bestens in Szene zu setzen. Mit dem flott vorgetragenen Militärmarsch „The Black Horse Troop“ begannen die Aktiven ihre Darbietungen. Begeisterung löste der Auftritt der Solisten Daniel Eckert, Paul Eckert, Petra Stoll, Wolfgang Wieland (Trompete), Otto Arzner, Gebhard Rupp (Tenorhorn), Daniel Montag, Julia Wiedemer (Posaune), Alfred Enderle und Franz Wagner (Tuba) im Titel „Harte Hasen“ aus. Dirigent Herbert Gramsch erschien als Metzger, seinen Dirigentenstab hatte er mit einem Messer getauscht. Dass dennoch keine Lebensgefahr für die „Hasen“ bestand, nahm das Publikum mit spürbarer Erleichterung zur Kenntnis.
Weitere tierische Höhepunkte bildeten die Kompositionen „Eye of the Tiger“ und „The Lion Sleeps Tonight“. Wie bei allen anderen Vorträgen auch bestach die Kapelle durch einen homogenen Klangkörper. Auch anspruchsvolle, rhythmische und dynamische Passagen bewältigte sie ohne Tadel. Einen Höhepunkt setzte die Posaunensolistin Julia Wiedemer in „If you leave me now“.
Drei Zugaben, unter anderem der Marsch „Unter dem Doppeladler“ und der auch bildhaft in Szene gesetzte Schlager „Die Fischerin vom Bodensee“ waren erforderlich, um die Zuhörer endgültig zufrieden zu stellen. Freuen durfte sich am Ende auch Karin Gisy. Bei einer Quizfrage nach der Länge der für die Anfertigung von zehn Uniformjacken erforderlichen Stoffbahn (15 360 Millimeter) lag sie lediglich um sechs Millimeter „daneben“ und durfte einen von der Metzgerei Winkler gestifteten Vesperkorb in Empfang nehmen.
