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Dogern Segel setzen für London

14.07.2012
Dogern -  Toni Wilhelm aus Dogern kämpft bei den Olympischen Sommerspielen im Windsurfen um Medaillen

Im Windsurfen geht der Dogerner Toni Wilhelm (Zweiter von links) bei den Olympischen Spielen in London an den Start. Links Bürgermeister Matthias Guthknecht, rechts die Eltern Renate und Friedrich Wilhelm.  Bild: Lins

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Nicht sehr vielen Dogernern ist bekannt, dass sie in ihren Reihen einen Olympiateilnehmer haben. Es handelt sich um Toni Wilhelm (29), der demnächst bei den Olympischen Sommerspielen in London im Windsurfen an den Start gehen wird. Anlässlich eines Kurzaufenthalts in seiner Wohngemeinde ließ es sich Bürgermeister Matthias Guthknecht nicht nehmen, dem Sportler für den olympischen Wettbewerb optimales Gelingen zu wünschen.

Wilhelm stammt aus Lörrach und wuchs in Steinen auf. Seit zwei Jahren wohnt er zusammen mit seinen Eltern Renate und Friedrich Wilhelm, der bei der Firma Sedus Stoll beschäftigt ist, in Dogern. Nach dem Abitur am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Meersburg studierte er an der Universität in Kiel das Fach Sportwissenschaften und schloss dieses im November 2010 mit der Magister-Prüfung ab. Bezüglich der beruflichen Tätigkeit nach der Beendigung der sportlichen Karriere hat er klare Vorstellungen: „Ich werde wohl erneut studieren und ins Sport-Marketing einsteigen.“

Die ersten Erfahrungen mit dem Windsurfen machte Wilhelm bereits als Kind bei Urlaubsaufenthalten seiner Eltern an Schweizer Seen. Den Grundstein für seine Profikarriere legte er bei einem einjährigen Aufenthalt in Australien. Mit zunehmendem Erfolg nahm er ab 2000 an internationalen Regatten teil. Zuletzt belegte er im April dieses Jahres bei den Weltmeisterschaften in Cadiz den achten Rang.

Auf die Olympischen Spiele bereitet er sich derzeit zusammen mit einer internationalen Sportgruppe am Austragungsort in Weymouth an der englischen Südküste vor. „Die Trainingsarbeit ist ganz schön hart“, berichtet er, „zwei bis drei Stunden verbringen wir auf dem Wasser und die übrige Zeit arbeiten wir an unserer Fitness. Für meine anderen Hobbys, unter anderem Radfahren, Klettern und Tennis, bleibt da keine Zeit.“

Der erste von zehn Wettfahrten findet am 31. Juli statt. Auf seine Chancen angesprochen, gibt sich Wilhelm, der dem Yachtclub Friedrichshafen angehört, locker: „Ich bin eher Außenseiter, doch bei einer guten Woche ist auch eine vordere Platzierung möglich.“ An den Wettkampftagen werden auch die Eltern vor Ort sein und ihrem Sohn kräftig die Daumen drücken.

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