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Dogern Neujahrsempfang mir prominenten Gästen in Dogern

Im Mittelpunkt des Empfangs standen Rückblick und die Ausschau auf 2015. Unter anderem war auch das Asylbewerberthema in Dogern im Fokus.

Der Rückblick auf das vergangene und der Ausblick auf das angefangene Jahr standen im Mittelpunkt des diesjährigen Dogerner Neujahrsempfangs am Sonntagabend in der Gemeindehalle. Eingeladen hatten die politische Gemeinde und die beiden Kirchengemeinden. Die musikalische Unterhaltung der rund 200 Gäste oblag dem Damenchörle unter der Leitung von Annette Sperling. Für ihr herzhaft erfrischendes Singen gab es sehr viel Beifall. Die Bewirtung lag in der Hand der Siedlergemeinschaft, die den Erlös der Nachsorgeklinik Tannheim spenden wird. In seinem Grußwort entrichtete Bürgermeister Matthias Guthknecht dem Bundestagsabgeordneten Thomas Dörflinger, Landrat Martin Kistler und einer Gruppe von erst vor kurzem eingetroffenen Asylbewerbern ein besonderes Willkommen.

„2014 war kommunalpolitisch in mehrfacher Hinsicht ein bemerkenswertes Jahr“, stellte Guthknecht in seinem Rückblick fest. Unter anderem erinnerte er an die Regelung der Arztnachfolge mit dem damit verbundenen Umbau der Praxisräume im Obergeschoss des Schulgebäudes. Der Kostenaufwand betrug rund 600 000 Euro. Er erwähnte die Fertigstellung des Bolzplatzes, die Bestellung von Verena Zweigle als neue Schulleiterin, die Wahl des Dogerner Gemeinderates Martin Kistler zum Landrat, die Einrichtung einer Nachbarschaftshilfe und nicht zuletzt die Ankunft der ersten Asylbewerber im Asylantenwohnheim in der Rheinstraße. „Finanziell haben wir gut gewirtschaftet“, so Guthknecht weiter, „bei einer deutlichen Reduzierung der Schulden haben wir eine Rücklage von rund drei Millionen Euro aufgebaut.“

Als Projekte der nahen Zukunft nannte er eine Verbesserung der Internetversorgung, die Neugestaltung des Hallenvorplatzes und Überlegungen in Sachen Rathaus. „Dieses ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den Anforderungen einer modernen Verwaltung. Hinzu kommen nicht unbeträchtliche bauphysikalische Mängel“, begründete er die Erfordernis für ein Nachdenken. Als Beispiel nannte er die Heizkosten von rund 6000 Euro jährlich.

Die Aufnahme von Asylbewerbern stellte die evangelische Dekanin Christiane Vogel in den Mittelpunkt ihres Neujahrsgrußes im Namen der beiden Kirchengemeinden. „Sie sind mit Recht stolz darauf,“ führte sie aus, „dass ein Dogerner zum Landrat gewählt wurde. Sorgen Sie nun dafür, dass in Sachen Aufnahme und Umgang mit den Asylbewerbern der neue Landrat auch stolz auf seine Heimatgemeinde sein kann.“

Aus seiner Arbeit berichtete Landrat Martin Kistler. Als die Schwerpunkte seiner bisherigen Amtszeit nannte auch er die Aufnahme von Asylbewerbern, eine deutliche Steigerung der Internetversorgung, die Realisierung der Elektrifizierung der Hochrheinstrecke und Erwägungen zur Einrichtung einer Fachhochschule. Mit Nachdruck sprach er sich gegen eine Aushöhlung der Sperrzeiten beim Flughafen Zürich-Kloten aus. „Wir wollen dafür sorgen, dass die Wahrnehmung des Kreises Waldshut deutlich gesteigert wird. Dazu gehört, dass die Stärken betont und an Schwachstellen gearbeitet wird“, benannte der Landrat als die Maxime seiner Arbeit.

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