In den öffentlichen Gemeinderatssitzungen sind die Spannungen jedenfalls nicht derart zu Tage getreten, dass man auf ein grundlegendes Zerwürfnis hätte schließen können. Zwar wurde hin und wieder der schleppende Gang der Dinge kritisiert; und hinter den Kulissen ist dem gelernten Lehrer an der Rathaus-Spitze dringend Fortbildung in kommunaler Verwaltungsarbeit empfohlen worden. Andererseits konnte Matthias Guthknecht 2009 ohne Gegenkandidat für die zweite Amtsperiode kandidieren. Seither ist der Graben zwischen Bürgermeister und Gemeinderat offenbar noch tiefer geworden. Über Details schweigen sich beide Seiten aus – um nicht den jetzt verkündeten „Neubeginn“ zu gefährden. Dass der wirklich gelingt, kann man nur wünschen. Denn einen andauernden Kleinkrieg zwischen Rat und Rathaus kann sich keine Gemeinde leisten.
