Am Hochrhein eher eine Randsportart ist das Triathlon (3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren, Marathonlauf über 42,195 Kilometer). Einer der wenigen, die diese Sportart wettkampfmäßig betreiben, ist der 24-jährige Nico Geist aus Dogern.
Mit ihm unterhielten wir uns über seine sportlichen Aktivitäten.
Wie kamen Sie zum Triathlon?
Bis vor fünf Jahren habe ich, unter anderem in Herrischried, aktiv Eishockey gespielt. Da Laufen, Rad fahren und Schwimmen schon immer zu meinen Hobbys zählten, habe ich mich damals neu orientiert und mit dem Triathlon begonnen.
Wie hoch ist der Trainingsaufwand?
Entweder allein oder mit meinen Kameraden vom DJK Singen trainiere ich mindestens 15 Stunden pro Woche. Vor Wettkämpfen oder im Trainingslager kommen auch schon mal 30 Stunden zusammen. Laufen und Rad fahren erfolgen auf der Straße, schwimmen im Sommer im Schluchsee, im Winter im Hallenbad.
Sie betreiben Triathlon nicht nur als Einzelsportler, sondern auch in der Mannschaft.
Ich bin Mitglied der ersten Triathlonmannschaft des DJK Singen, die der obersten Liga in Baden-Württemberg, der LBS Triathlonliga, angehört. Pro Jahr finden, auf das ganze Land verteilt, fünf Vergleichskämpfe statt.
Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Bei den deutschen Meisterschaften des Jahres 2009 errang ich über die Halbdistanz (2 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und 20 Kilometer laufen) die Bronzemedaille in meiner Altersklasse. Bei einem Wettkampf über die volle Distanz vor kurzem in Roth bei Nürnberg belegte ich mit einer Gesamtzeit von 9 Stunden, 26 Minuten und 5 Sekunden Platz acht in meiner Altersgruppe. Für das Schwimmen benötigte ich 59 Minuten und 28 Sekunden, für das Radfahren 5 Stunden und vier Minuten und für den Marathonlauf 3 Stunden und 18 Minuten.
Welches ist der nächste Start?
Am 22. August nehme ich in Malterdingen am Breisgau-Triathlon teil.
Was machen Sie beruflich?
Der mittleren Reife schloss sich in der Papierfabrik Albbruck eine Ausbildung als Industriemechaniker an. Derzeit besuche ich mit dem Abschlussziel eines staatlich geprüften Maschinenbautechnikers die Hohentwiel-Berufsfachschule in Singen.
Fragen: Alfred Lins