Dettighofen Ultraleicht in die Luft gehen
Dettighofen – Das Flugfeld, gut einen halben Kilometer von den ersten Häusern der Gemeinde Dettighofen entfernt, sorgt alle zwei Jahre für Diskussionsstoff. Die Genehmigung für den Flugbetrieb auf der 50 Meter breiten und 300 Meter langen Wiese durch das Regierungspräsidium Freiburg war 2005 eine Kröte, die der Gemeinderat schlucken musste. „Wer auf seinem eigenen oder gepachteten Gelände fliegen will, kann einen Antrag stellen. Wir schauen uns das immer vor Ort an, bevor wir soetwas genehmigen“, sagt Bernd Wagner vom Regierungspräsidium. Die Genehmigung wird jeweils befristet für zwei Jahre erteilt. Auch der neue Antrag, den die beiden begeisterten Hobbyflieger Ende vergangenen Jahres stellten, hat diese Einschränkung, auch wenn sich Burger hier eine „beständigere Lösung“ wünscht. Dass der Flugbetrieb auf befreundete Piloten ausgeweitet werde, hält Wagner für eher unwahrscheinlich: „Gaststarts sind nicht vorgesehen. Im Allgemeinen erteilen wir eine solche Erlaubnis nicht.“ Hintergrund für den erweiterten Antrag der beiden: Ein Freund der beiden aus der Gemeinde möchte mit seinem motorisierten Gleitschirm das Flugfeld ebenfalls nutzen.
Den Traum vom Fliegen erfüllten sich Altemeier und Burger 1998, als sie 100 000 D-Mark für den Bausatz einer „Fascination“ hinblätterten. Lange hoben sie mit dem Tiefdecker auf dem Flugplatz in Donaueschingen ab. Ein geplanter Umzug auf den Bohlhof oberhalb von Erzingen scheiterte am Widerstand der Segelflieger. „Für uns wäre das auch heute noch die beste Lösung“, sagt Christian Burger. Seit 2005 heben sie nun mit ihrem Ultraleichtflieger auf der Wiese ab, die sie von Andreas Groß gepachtet haben. „Ein ideales Gelände“, sagt Burger. Die Unterhaltskosten beziffert er jährlich mit rund 2000 Euro. Von dort starten sie mit ihrer zweisitzigen Maschine Reisen in den Norden Deutschlands oder Frankreich. 120 Starts pro Jahr hat der Gemeindrat jüngst befürwortet, monatlich jedoch maximal 20. „Das ist für uns perfekt“, sagt der Gastronom aus dem Ortsteil Eichberg. Auch wenn er den einen oder anderen Fluggast schon mitgenommen hat: Für touristische Zwecke will er den Flugbetrieb in Dettighofen nicht ausbauen: „Die Fliegerei ist nur unser Hobby.“ Und er freut sich schon auf den Augenblick, wenn er im Frühjahr die „Fascination“ aus dem silbern glänzenden Mini-Hangar holen kann.

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