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Bonndorf Start in Bonndorf: Freude beim Benefizradeln

Über 500 Biker helfen zwei Bonndorfer Familien.

Ganz groß war die Benefiztour wieder für die Kinder. Mit drei verschiedenen Touren Richtung Hinterzarten war für Sportler, Hobby-Biker und Familien etwas dabei.
Ganz groß war die Benefiztour wieder für die Kinder. Mit drei verschiedenen Touren Richtung Hinterzarten war für Sportler, Hobby-Biker und Familien etwas dabei. | Bild: Deinzer

Überwältigt von der großen Solidarität waren beide Bonndorfer Familien, die an diesem Wochenende von gut 500 Radlern unterstütz wurden. Für jeden gestrampelten Kilometer gibt die Bonndorfer Firma Dunkermotoren 20 Cent, die den Familien Paschwitz und Kehl zugute kommen. „Heute Morgen habe ich Tränen in den Augen gehabt, als ich die viele Unterstützung gesehen habe“, bekannte Alexander Paschwitz beim Radlerhock in Hinterzarten.

Seine jüngste Tochter Janice wird demnächst sechs Jahre alt. Die Ärzte haben dem herz- und lungenkranken Mädchen nach der Geburt eine Überlebenschance von einem Jahr gegeben. Seine Frau Cindy sitzt seit einem Jahr im Rollstuhl. Vor drei Jahren bekam sie die Diagnose „Multiple Sklerose in chronisch schleichender Form“. Auch die siebenköpfige Familie Kehl, deren vierjähriger Sohn Elias an den Rollstuhl gefesselt ist, hat kein einfaches Leben.

Es war die zweite „Dunker-Biketour“. Im letzten Jahr wurde der Kirchzartener Verein „ride2live“ unterstützt, der Krebspatienten hilft, mit Ansprechpartnern und auch finanziell. Benjamin Rudiger, Initiator von „ride2live“ hatte diesmal jeden Cent in Bonndorf sehen wollen. Als Mitveranstalter unterstützte er zusätzlich. Mit rund 50 Supersportlern ist der ehemals aktive Mountainbikeprofi in Kirchzarten zu einer Schauinslandtour mit 1500 zu überwindenden Höhenmetern auf einer Strecke von 47 Kilometern gestartet.

Mit rund 450 Radlern ist der größte Teil von der Bonndorfer Bahnbrücke aus losgeradelt. Zwei Touren waren von dort aus im Angebot. Das Wetter hat auf wundersame Weise just für diese Tour einen angenehm warmen Sonnentag gezaubert. Entsprechend war die Stimmung freudig entspannt und für den guten Zweck trat man gerne in die Pedale. „Es ist toll, dass die Hilfe nicht irgendwo hingeht, sondern zu Freunden und Nachbarn wo sie voll und direkt spürbar wird“, fasste Eva Weishaar die Motivation vieler zusammen.

An der Skissprungschanze in Hinterzarten, wurde der Radlerhock umrahmt vom Dunker-Werksorchester, im Hintergrund sprangen Schweizer Sportler von der Schanze. Die Bonndorfer Gemeinderätin Anneliese Maier kam geschafft aber zufrieden ins Ziel „Es war eine sehr schöne Tour. Ich bin abgestiegen, wenn es notwenig war und habe die schöne Natur genossen.“ Ihre Solidarität mit kranken Menschen kommt im wahrsten Wortsinne von Innen. Im Wartezimmer vor einer neuerlichen Bestrahlung wurde sie auf die Tour aufmerksam gemacht. „Ich habe derzeit einen Rückfall meiner Krebserkrankung“, erklärte sie und betonte, dass sie bewusst offen mit ihrer Krankheit umginge, genauso wie die Macher des mitveranstaltenden Vereins „ride2live“.

Renate Heizmann, Personalleiterin des Bonndorfer Unternehmens, hatte mit ihrer Mitarbeiterin Alexandra Fluck die Hauptlast der Organisation getragen. Sie selbst hat an einer der Verpflegungsstationen bewirtet, wie auch Bonndorfs Bürgermeister Michael Scharf, der sich noch fürs Würstchenbraten einteilen ließ. „Die Organisation hat sich an einigen Punkten sogar noch gesteigert“, lobte Volker Brunner, einer der Dunkergeschäftsführer, der die erste Tour angestoßen hatte.

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