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Bonndorf Freie Fahrt für Autoverwertung

Und los: Freie Fahrt für Autoverwertung.

Abbas (links) und Fadul Karaki (rechts) freuen sich mit Ingenieur Günter Hoffmann über die Zertifizierung des Betriebs.
Abbas (links) und Fadul Karaki (rechts) freuen sich mit Ingenieur Günter Hoffmann über die Zertifizierung des Betriebs. Bild: Edinger

Das Landratsamt und ein Gutachter gaben grünes Licht für die Nutzungsänderung der Firma AK Automobile im Gewerbegebiet Breitenfeld. Planer und Berater, Diplom-Ingenieur (FH) Günter Hoffmann (72) und der 19-jährige Abbas Karaki verweisen nun stolz auf die erteilte Zertifizierung als Autoverwertung. „Wir sind dem Landkreis Waldshut dankbar für die Genehmigung und dafür, dass wir hier in Bonndorf eine Heimat für unsere Firma gefunden haben“, so der Vater des Unternehmers. Der Betrieb sei „keine Schande für Bonndorf“ und man werde sich an die Gesetze halten, betonte er weiter.

Günter Hoffmann erklärte, dass vom Umweltamt im Landkreis Waldshut keine zusätzlichen Auflagen gemacht wurden. Mit der Prüfung der Zertifizierungskriterien war ein Ingenieurbüro aus Stuttgart beauftragt. Am vergangenen Dienstag nun kam ein achtseitiger Prüfbericht. Am Ende stand: Zertifikat erteilt. Nun dürfen ab sofort im Bonndorfer Gewerbegebiet Breitenfeld auf dem Gelände der AK Autoverwertung Altfahrzeuge augeschlachtet werden.

Weniger als fünf Fahrzeuge sollen pro Woche auf dem 1800 Quadratmeter großen Gelände angeliefert werden. Bei der Präsentation des Zertifikats herrschte allerdings schon jetzt drangvolle Enge auf dem Platz vor der Werkstatt. Zum 1. Januar 2013 sollen in Bonndorf bei AK Automobile zehn Mitarbeiter eingestellt werden. Das Unternehmen will sich aber schon jetzt vergrößern und steht vor der Übernahme der Autoverwertung Siegfried Gaisser in Aach (bei Engen). Diese Firma soll der Bruder von Abbas Karaki, Fadul übernehmen.

Vor einer Woche erlebten die Karakis aber erst einmal einen Schock. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde bei der Firma in Bonndorf eingebrochen. Nach Aussage der Inhaber wurden 200 Katalysatoren, Computer, Laptop, eine Kamera und zwei Hydraulikscheren gestohlen. Der Wert der entwendeten Gegenstände beläuft sich nach Angaben der Karakis auf rund 35 000 Euro. „Das brachte die Firma bei der Vorbereitung für die Zertifizierung in Verzug. Deshalb musste die Nacht durchgearbeitet werden“, erzählt Günter Hoffmann.

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