Bonndorf Förderkreis will Kapelle retten
Die Hauptinitiatoren Peter Marienfeld (links) und Hans-Jörg Adler vor ersten Skizzen eines Architekten und mit dem neuen Flyer in Händen. Bild: Bild: hel
Gleichwohl schloss der Minister eine finanzielle Beteiligung des Landes, das seit 1991 in Besitz der Kapelle ist, aus. Allenfalls die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung könne praktische Hilfe in Form von Planungsleistungen leisten.
Peter Marienfeld und Hans-Jörg Adler hoffen nun, dass anderweitige Fördermittel eingesetzt werden können. Ein Gespräch mit dem für EU-Fördermittel zuständigen Mitarbeiter des Landratsamtes soll demnächst Klärung bringen.
Im Idealfall wird die Renovierung zur Hälfte aus Fördermitteln, zur anderen Hälfte aus Spenden finanziert. Bei ersten Vorort-Terminen mit Handwerkern wurden überschlägig Kosten in Höhe von 100 000 Euro für die Sanierung veranschlagt.
Bürgermeister Michael Scharf machte deutlich, dass zuallererst ein pfiffiges Nutzungskonzept erstellt werden muss. Geklärt werden muss außerdem die Eigentumsfrage oder ob eine Institution als Pächter für die Kapelle Verantwortung übernimmt. Weder die Kirchengemeinden noch die Stadt haben ein Interesse am Besitz einer weiteren Kapelle. Auch die Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins sieht sich nicht in der Lage, dieses umfangreiche Projekt zu stemmen oder gar die Kapelle in Besitz zu nehmen, machte der Vorsitzende Friedbert Zapf deutlich.
Hans-Jörg Adler bot an, dass Spenden mit entsprechenden Bescheinigungen über die Rotary Hilfe abgewickelt werden könnten. Was eine mögliche künftige Nutzung anbelangt, wurden einige Ideen genannt, die von einer Ausstellung über die historische Bedeutung der einstigen Kuranlage und das Naturschutzgebiet Wutachschlucht bis hin zur Möglichkeit für Trauungen, Ehejubiläen oder Taufen reichten. Bei all den Überlegungen müssen freilich die Interessen des Naturschutzes berücksichtigt werden.
