Bonndorf DSL: „In Gündelwangen ist es zäh“
Herr Steiert, was tut sich in Sachen schnelles Internet in Gündelwangen?
Das ist zäh dort. Angefragt haben wir bei Telekom, Vodafone, KabelBW und Funkanbietern. Ein Funkanbieter hat geantwortet, dass die nichts machen, bevor sie in Eggingen fertig sind. Ganz aktuell liegt eine Vorkalkulation der Telekom vor. Darin geht sie von einem Investitionsbedarf für die Stadt von gut 150 000 Euro aus. Die Vergabe für die Telekom müsste über ein transparentes Angebotsverfahren nach EU-Recht abgewickelt werden, das ist langwierig.
Gibt es schon konkrete Angebote von Vodafone?
Mit Vodafone gab es Gespräche wegen eines Masten, die wollen den Turm des Landes nicht nutzen, dort ist ihnen die Miete zu teuer. Der Mast wäre nur fünf Meter hoch. Es gäbe auch machbare Standorte. Beispielsweise an der Schule oder am Hochbehälter Vogtsberg.
Und wie steht es mit der KabelBW?
Sie haben uns eine vorläufige Absage erteilt. In einem zweiten Schritt wären sie an Gündelwangen interessiert. Derzeit beschäftigen sie sich in sechs Ortschaften mit der neuen Methode, Glasfaserkabel an die DSLAM-Kästen heranzufahren und dort auf das Kupferkabel der Telekom aufzuschalten.
Wie lange, schätzen Sie, muss Gündelwangen auf schnelles Netz warten?
Keine Ahnung. In Dillendorf ist das vier Jahre gegangen.
Rund 200 Kilobit ist die Downloadgeschwindigkeit in einigen Gündelwanger Haushalten. Was gilt als Unterversorgung?
1000 Kilobit, die Grenze soll auf zwei Megabit erhöht werden.
