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Bonndorf Außergewöhnlich viel Dynamit

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Nahezu vier baugleiche Stege ließ Karl Rümmele für die Erschließung der Wutachschlucht bauen. Die linke Ansicht auf einer Karte aus dem Jahr 1910 zeigt den Steg Nr. 4, der später den Namen Bachheimer Steg bekam.

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Vor 100 Jahren, am 3. Juli 1904, wurde der Ludwig-Neumann-Weg durch die Wutachschlucht fertiggestellt. Dieses Ereignis feiert die Ortsgruppe Bonndorf im Schwarzwaldverein unter anderem mit einer Sternwanderung auf den Tag genau am 3. Juli 2004. Nachfolgend veröffentlichen wir einen Beitrag über den Bau des Weges, den der Vorsitzende der Ortsgruppe Bonndorf im Schwarzwaldverein, Forstdirektor Friedbert Zapf, verfasst hat.

Entweder besaß er unerschütterliches Gottvertrauen oder er freute sich klammheimlich bereits auf den Folgeauftrag - jener Zimmermeister aus Bonndorf, der im Sommer 1895 für den "Fishing Club Limited" in London die bis dato weitgehend unzugängliche Wutachschlucht unterhalb von Bad Boll erschloss. Die englischen Angler, die im renommierten Kurbad ihre Sommerfrische verbrachten, kannten die Wutach nur als harmloses Forellengewässer, der Zimmermeister indes hätte ahnen müssen, was mit seinen 20 leichten, "an Ketten aufgehängten Stegen" passieren würde: Das erste Hochwasser spülte noch im selben Jahr einige davon in den Rhein, der Rest fiel der Wutach im Frühjahr 1896 zum Opfer. Und - einen Folgeauftrag gab es nicht!

Aber die Zeit war reif für die Erschließung! Am 16. Dezember 1891 hatte die Sektion Bonndorf des Schwarzwaldvereins einen Kassensturz vorgenommen und beruhigt festgestellt, dass man noch 111 Mark besaß. "Wenn man nun auch damit keine großen Sprünge machen kann", konstatierte der Protokollant, "so wollen wir doch...auch im kommenden Jahre eine größere Arbeit in Angriff nehmen und zwar die Erschließung des bisher nahezu unzugänglichen wildromantischen Wutachthales...auf der Strecke Wutachmühle - Bad Boll."

Trotz aller Euphorie der Bonndorfer, es sollte noch ein Jahrzehnt dauern, bis das Projekt konkrete Formen annahm, und ein glücklicher Umstand spielte dabei eine entscheidende Rolle: Der Bau der Bahnlinie von Neustadt nach Bonndorf. Durch dieses Projekt würde man auf Arbeitskräfte, Werkzeug und technischen Sachverstand zurückgreifen können. Und ein planender und leitender Ingenieur stand obendrein zur Verfügung, Bahnbauinspektor Karl Rümmele, Vorstand der Bahnbauinspektion Neustadt. Der sollte später nicht ganz unbescheiden diesen Vorteil herausstellen, nämlich dass er "gerade durch sein Geschäft beim Bonndorfer Bahnbau ohnehin in diese Gegend öfters kam und deshalb ohne Kosten für den Schwarzwaldverein und ohne seine sonstigen Geschäfte beeinträchtigen zu müssen, die Leitung übernehmen konnte."

Im Spätsommer 1902, als auch die Nivellierungsarbeiten für den Bahnbau im Gange waren, durchwateten Rümmele und seine zwei Gehilfen Dutzende Mal die Wutach, kämpften sich durch Weidengestrüpp und Pestwurzfluren, kletterten in den Muschelkalkfelsen herum, um den Trassenverlauf zu optimieren. Rümmele maß, rechnete, skizzierte und erstellte Weihnachten 1902 die illustrierte Projektstudie "Denkschrift und Anschlag für einen Fußweg durch das Wutachtal zwischen Bad Boll und Wutachmühle". Elf eiserne Brücken hatte er eingeplant, und der erste Kostenvoranschlag belief sich auf 16400 Mark.

Am 19. Juni 1903 erteilte die Großherzogliche Wasser- und Straßenbauinspektion Bonndorf die "wasserpolizeiliche Genehmigung von Bauten und Überbrückungen im Hochwasserbereich der Wutach", und schon kurze Zeit später schickte Rümmele die "sehr erfahrene Firma Kellner" hinunter in die Schlucht. Da staunten die noblen Badegäste nicht schlecht, als im Juli 1903 ein Trupp italienischer Bauarbeiter durch die gepflegten Kuranlagen von Bad Boll zog, die Karren vollgepackt mit Schaufeln, Pickeln, Vorschlaghämmern, Felsbohrern und ziemlich Sprengstoff. Die Männer nutzten den Promenadenweg zum Tannegger Wasserfall und weiter die Forststraße hinab bis zur Münchinger Gemarkung. Dort endete der Weg vor einem Felsriegel, der sich bis zum Fluß vorschob, und ab hier gab es bislang kein Weiterkommen.

Die Arbeiter legten zunächst einen Zugang durch den Hangschutt hinauf in die Muschelkalkwand an. Oben im Fels gelang es ihnen, natürliche Hohlkehlen im Gestein nutzend, mit wohl dosierten Dynamitladungen einen aussichtsreichen Pfad mehr als 40 Meter über der Wutach herauszusprengen. Während sich ein paar Männer durch den Lehmhang an die zweite große Wand - den Engländerfelsen - heranarbeiteten, goss ein Bautrupp weiter flussabwärts bereits die Fundamente für einen Steg. Die Baustelle war über den Wutachgrabenweg einigermaßen bequem erreichbar, aber das war auch das einzig Positive. An jenem "Steg Nr. 1" biß sich Rümmele bereits die Zähne aus, und er musste eine bittere Erfahrung machen, nämlich "als die Felsen beim Bau der Widerlager und Verankerungen angegriffen wurden, zeigten sie sich schlechter als vom Ansehen wahrgenommen werden konnte. Dies bedingte ... viel massigere Widerlager und Verankerungen". Das kostete Geld und hatte zur Folge, dass die ursprünglich geplanten elf Brücken nicht mehr zu finanzieren waren. Vier Stege gab der Auftraggeber, der Schwarzwaldverein, jetzt vor, möglichst dort, wo "Orte auf beiden Talseiten zu verbinden sind, also ... wo die Täler von Münchingen und Bachheim herabkommen", ein praktischer Aspekt, der damals in der vorautomobilen Zeit durchaus eine Rolle spielte.

Von jenem "Steg Nr. 1", der sich etwa 180 Meter unterhalb der Schurhammerhütte befand, sind heute nur noch verschüttete Reste des Widerlagers und bei Niedrigwasser das Fundament des Auflagepfeilers zu finden. Der Steg ist dem Weihnachtshochwasser 1918 zum Opfer gefallen. Er war übrigens recht spektakulär durch drei inzwischen eingestürzte "Felsentore" zu erreichen. Rümmele wechselte hier zum ersten Mal die Wutachseite, führte den Pfad erst durch eine Wiese, dann in die Felsen und schließlich über das Rosenbächle, das er mit Palisaden und einer Steinhinterschüttung befestigen ließ. Nach etwa 700 Metern leitete "Steg Nr. 2" auf die rechte Wutachseite zurück. Auch dieser Steg sollte 1918 vom Hochwasser zerstört werden. Das massige Widerlager und der gestürzte Pfeiler sind heute noch zu sehen.

250 Meter weit verlief der Weg nun quer durch die frisch mit Fichten aufgeforstete Weißbrunnenwiese. Dann hatten die Arbeiter eine schwierige Passage mit "außergewöhnlichem Dynamitverbrauch" zu bewältigen: Aus dem kompakten Muschelkalkfelsen über einer markanten Versickerungsstelle der Wutach sprengten sie mit Fingerspitzengefühl eine Felstreppe heraus, brachen 15 Meter über dem Fluß eine Galerie in das lockere Gestein und überwanden einen Felsspalt mit einem Holzsteg, bevor sie endlich die größte Baustelle erreichten, den "Steg Nr. 3". Er sollte ein Jahr später den Namen "Rümmelesteg" erhalten.

Und hier lieferte Karl Rümmele vor imposanter Felskulisse in der Tat sein Meisterstück - zumindest, was Materialeinsatz und Kosten anbelangte: In das Widerlager flossen 50 Kubikmeter Beton, 95 Kubikmeter Steine wurden dort vermauert, den Rundpfeiler am gegenüberliegenden Ufer fertigten die Arbeiter aus acht Kubikmeter Beton und 15 Kubikmeter Mauerwerk. In sieben Metern Höhe sprengten sie in die aufragende Felswand einen sechs Meter tiefen Stollen, in dem später mit viel Beton der Eisensteg verankert werden sollte.

Die Fortführung des Pfades auf der linken Wutachseite bis zum Bachheimer Weg war problemlos zu bewerkstelligen. Schwierigkeiten indes hatte es im Vorfeld mit einem Grundstückseigentümer gegeben, weil der Weg mitten durch die "an der Wutach auf Gemarkung Bachheim ca. 200 m lange Wiese projektiert ist". Ferdinand Fritschi hatte eine "Minderwertsentschädigung von 150 Mark" verlangt, worauf sich Rümmele aber gar nicht einließ. Er teilte am 31. Juli 1903 der Sektion Bonndorf mit: "Die Wiese kann umgangen werden und der Weg in den Gemeindewald Bachheim gelegt werden, wozu wir Erlaubnis haben." Knapp ein Kilometer unterhalb des Rümmelestegs befand sich die Baustelle von "Steg Nr. 4", dem Bachheimer Steg. Ein neugieriger Wandersmann aus Karlsruhe interessierte sich im September 1903 für die Bauarbeiten und versuchte, sich wutachabwärts durchzuschlagen. In aller Frühe stieß er in den Kuranlagen von Bad Boll auf zwei italienische Arbeiter, "die auf dem Boden hockend und liegend ihren Morgenkaffee und einen halben Laib Brot vertilgten".

Der Weg durch die zwei großen Felswände war fertiggestellt und bequem zu begehen, und bald stand der Wanderer vor dem Auflagepfeiler des ersten Stegs. "Ein Mann krabbelte oben darauf herum und strich da und dort mit seiner Kelle Zement an die Wandungen und glättete alles fein säuberlich...Es war ein italienischer Maurer." Vom Rosenbächle her vernahm man Arbeitsgeräusche und laute Stimmen. "Etwa ein Dutzend Arbeiter mit Pickel und Schaufel hackten und gruben da eine Rampe für den zukünftigen Weg...Die Italiener machten mir gernePlatz...Ihre einzige Rede war, auf den famosen Weg deutend: nit gut, schlechte lauf´."

Unweit davon, am zweiten Steg, waren sechs Männer damit beschäftigt, "den Verankerungsstollen in die Felswand zu sprengen". Auch am dritten Steg wurde bereits gearbeitet: "Eine neue Schar, so gegen 15 Mann, schaffte an dem Bau eines Mauerpfeilers." Auf einem Baumstamm überquerte unser Wanderer die Wutach und erreichte die letzte Stegbaustelle. "Es wurde erst der Stützpunkt in die Felsen gehauen. Die fünf Arbeiter machten gerade Mittag. Ein recht kärgliches Mahl, das ein alter Mann in großen Kochgeschirren höchst primitiv über offenem Feuer zubereitete." Hier endete der Weg, und bei seinem eigensinnigen Versuch, die Wutachmühle durchs freie Gelände zu erreichen, holte sich der Wanderer aus Karlsruhe nasse und blutige Füße

Ende September 1903 war der Pfad bis an jenen letzten Steg, den Bachheimer Steg, herangeführt, allmählich wurde es ungemütlich in der Schlucht, aber dennoch: "Auf Gemarkung Ewattingen wird weitergearbeitet, solange es die Witterung erlaubt." Zunächst setzten die Italiener am Ewattinger Ufer eine Trockenmauer auf, bevor sie nach etwas Planierarbeit in der Oberen Lenzenwiese - sie ist heute wie alle Ewattinger Mähwiesen an der Wutach mit Wald bestockt - die Felswand erreichten, aus der das im karstigen Flussbett versickerte Wasser eindrucksvoll wieder zu Tage tritt. Hier gaben sich die Arbeiter besondere Mühe und formten unter Zuhilfenahme von reichlich Beton eine Plattform knapp über dem Wasser. Nach Durchquerung der Heinemannswiese führte der Pfad ein letztes Mal auf eine 15 Meter hohe Felsgalerie hinauf, anschließend entlang des Ufergebüschs durch die Untere Lenzenwiese.

Am Ende der Wiese stieß der Bautrupp auf geologisch schwieriges Terrain. Die Tone des Keupers quollen wie ein zäher Brei zwischen den Felsen herab, und Berge schwerer Erdmassen mussten tonnenweise weggeschaufelt werden. Dann wurde ein letztes Mal Dynamit eingesetzt: Hart am Flussufer, knapp über dem Wasser, sprengten die Männer einen ebenen 200 Meter langen Pfad aus dem kompakten Kalkfelsen. Ab der Leopoldswiese konnte einem alten Wirtschaftsweg gefolgt werden

Es war Spätherbst geworden, als der Trupp die Gauchachmündung erreichte, und das Wetter spielte immer noch mit. Dort, wo sich heute der "Kanadiersteg" befindet, hatte Rümmele ursprünglich eine Brücke eingeplant, um ein letztes Mal auf das linke Ufer zu wechseln, weil er nicht das Betriebsgelände der Wutachmühle durchqueren wollte. Aber schon Ende Juli war kostenbewußt umgeplant worden: "Die letzte Brücke bei der Wutachmühle kann auch umgangen werden", teilte Rümmele der Sektion Bonndorf mit. "Wir können auf der rechten Wutachseite bis zur Straßenbrücke gehen. Der Wutachmüller Meister gibt uns hierzu Erlaubnis und stellt in seinem Eigentum den Weg selbst her." Parallel zum Mühlkanal wurde das letzte Wegstück angelegt und im Dezember 1903 war die Landstraße bei der Wutachmühle erreicht.

Während die Bauarbeiter mit dem unberechenbaren Muschelkalk und dem lästigen Keuperton kämpften, mühte sich der Schwarzwaldverein, die Geldmittel zu beschaffen. "Freilich wird die Finanzierung des Unternehmens nicht ganz leicht sein", hatte Präsident Ludwig Neumann schon im Herbst 1902 prognostiziert. Er sollte recht behalten. Das Finanzierungskonzept sah vor, dass die beiden Sektionen Bonndorf und Neustadt zunächst einmal je 5000 Mark bei den örtlichen Sparkassen leihen sollten. An den jährlichen Rückzahlungen wollte der Hauptverein sich möglichst großzügig beteiligen. 2000 bis 3000 Mark mussten bei Sponsoren beschafft werden. Vorrangig dachte man dabei an die Gemeinden, die als Schluchtanlieger den Vorteil "einer raschen direkten Verbindung" erhielten und außerdem mit "einem enormen Fremdenzufluß" rechnen durften. "Wir ersuchen Sie daher um gefällige Entschließung und Mitteilung an den Vorstand der Sektion Neustadt oder Bonndorf, ob und einen wie großen Beitrag Sie zu leisten gewillt sind." Das Echo war unterschiedlich, in der Summe aber niederschmetternd. Lausheim sah sich "in Anbetracht der gegenwärtigen Verhältnisse nicht in der Lage", für Neustadt lag "das Projekt zu weit ab", Ewattingen konnte sich zunächst nur zu einem "kleinen Beitrag" entschließen, "von Boll, Achdorf, Aselfingen etc. ist nichts zu erwarten".

Bis Mitte Oktober 1903 hatten nur Bonndorf 500 Mark, Bachheim 300 Mark und Münchingen 100 Mark definitiv zugesagt. Die Sache wurde brenzlig. Der Wegebau war bereits ziemlich fortgeschritten, der Kostenvoranschlag bei weitem nicht mehr einzuhalten, und die Fuhrleute, die bereits für September nicht mehr bezahlt werden konnten, drohten, die Arbeit niederzulegen. Die Sektion Neustadt lieh bei ihrem Vereinsmitglied Fabrikant Fauler 2800 Mark, um eine Rechnung der Baufirma bezahlen zu können. Glücklicherweise floss von privater Seite etwas Geld: Der rührige Pächter von Bad Boll, Paul Bogner, spendete 650 Mark, der Fishing Club 500 Mark, zwei Mitglieder desselben 110 Mark, Lindenwirt Kuttruff aus Neuenburg 30 Mark und Wutachmüller Meister 50 Mark.

Erst um die Jahreswende 1903/04, als der Weg bereits fertiggestellt war, gelang es den Vorsitzenden der Sektionen Neustadt und Bonndorf, Schneider und Eberbach, einigen Anliegergemeinden Gelder abzuringen. Bachheim gewährte jetzt 500 Mark, Ewattingen sagte 350 Mark zu, Münchingen 300 Mark, Neustadt nun doch 300 Mark, Lenzkirch 150 Mark, Löffingen immerhin auch 80 Mark und Reiselfingen 50 Mark. Bogner lieh im Sommer 1904 der Sektion Bonndorf 2800 Mark. Den Schwarzwaldverein indes sollte noch über das Jahr 1906 hinaus die Rückzahlung der Darlehen belasten.

Doch zurück ins Jahr 1904 und hinunter in die Wutachschlucht. Dort war der Winter eingekehrt, und Berge herabgestürzten Muschelkalkschutts türmten sich auf dem neuen Weg, ein Nacharbeiten wurde fällig, und für die Sektion Bonndorf war das ein Vorgeschmack künftigen Unterhaltungsaufwands. Anfang Januar 1904 brachte die Höllentalbahn die vier von der Firma "P. A. Fauler, Eisengiesserei & Maschinenfabrik" in Freiburg gefertigten und je 1540 Mark teuren Eisenstege zur Station Bachheim. Der Bachheimersteg und der Rümmelesteg konnten mit dem Fuhrwerk über den Bachheimer Weg an ihren Bestimmungsort gebracht werden.

Aufwendiger freilich gestaltete sich der Transport der beiden oberen Stege, wobei sich Schnee und Eis diesmal als hilfreich erwiesen: Auf Schlitten festgezurrt wurden die Einzelteile über die steile Flanke des Schellenfrauenbuck herabgelassen. Mit vor Kälte klammen Fingern verschraubten die Monteure im Januar die auf Widerlager und Pfeiler gehievten 18 Meter langen, filigranen Metallkonstruktionen, die Eisenbahnbrücken ähnelten, und fixierten die hoch aufragenden Ankergestänge im Fels. Ende Februar wurden die Bohlen aufgebracht. Und dann endlich konnte die Schwarzwälder Zeitung loben: "Großartiges hat der Schwarzwaldverein geleistet und dadurch unserer ganzen Gegend einen lebhafteren Touristenverkehr gebracht." Runde 27000 Mark - so die Schlußbilanz 1905 - hatte die Erschließung schließlich gekostet.

Karl Rümmele verzichtete großzügig auf ein Honorar. Der Schwarzwaldverein überreichte ihm "in feierlicher Weise" ein Album mit 25 Fotografien aus der Wutachschlucht, das er "sichtlich erfreut" entgegennahm. Den Namen Ludwig-Neumann-Weg erhielt das neue Wegstück übrigens bei der Hauptversammlung 1905 in Donaueschingen in Würdigung der Verdienste des Vereinspräsidenten.


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Friedbert Zapf, Autor dieses Beitrages und Vorsitzender des Schwarzwaldvereins in Bonndorf, ist bei Arbeitseinsätzen oft mit dabei. Bild: Morath

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Über Felspartien und etliche Stege führt der vor 100 Jahren angelegte Wanderweg durch die Wutachschlucht. Die nahezu alpinen Verhältnisse erfordern von den Wanderern Trittsicherheit und eine gute Kondition. Bild: Morath

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