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Bad Säckingen Verunsicherung in der Klinik

Bad Säckingen (age) Die Bad Säckinger Hochrhein-Eggbergklinik läuft weiter wie bisher. Diese Aussage ist die Reaktion des Hegau-Bodensee-Hochrhein-Klinikverbundes auf Gerüchte in Bad Säckingen.

Behauptungen, wonach die Klinik demnächst schließe und den dort ansässigen Praxen der Fachärzte Savigny, Habich und Leutzbach (Fachärzte für Kardiologie, Angiologie und Radiologie) bereits gekündigt worden ist, seien falsch, sagte gestern Andrea Jagode, Sprecherin des HBH-Verbundes in Singen. Auch eine Rückfrage unserer Zeitung bei den in der Klinik ansässigen Fachärzten ergab, dass eine Kündigung nicht vorliege. Allerdings hatten auch jene Ärzte diese Gerüchte bereits gehört. Eine entsprechende Nachfrage ihrerseits beim Bad Säckinger HBH-Statthalter Hubert Aberle habe dasselbe Ergebnis erbracht, hieß es: Klinikschließung und Mietkündigung der Praxisräumlichkeiten seien nicht geplant. Aberle selber war für den SÜDKURIER nicht zu sprechen.

Gleichwohl sind diese Gerüchte symptomatisch für die derzeitige Verunsicherung in der Bad Säckinger Hochrhein-Eggbergklinik. Die HBH-Sprecherin hat für diese Verunsicherung Verständnis, versichert jedoch, dass keinerlei solcher Schritte geplant seien. „Wir wollen das Haus verkaufen“, sagte sie, das sei bekannt und nach wie vor das Ziel des laufenden Verfahrens, das wie geplant durchgeführt werde. Derzeit befinde man sich in der Phase der Konkretisierung der Angebote. Die Unterlagen der Interessenten, zu denen auch die Bad Säckinger Gruppe um Vincentiusverein, Aqualon, Stadt und Tourismus GmbH gehört, würden dann geprüft. Das werde bis in den Herbst gehen, so Andrea Jagode. Im Oktober, so stellte sie in Aussicht, sei wahrscheinlich klar, mit wem die Hochrhein-Eggbergklinik in die Zukunft geht. Die Abwicklung sei dann möglicherweise bis Ende Jahr möglich. Wieviele Angebote von Interessenten derzeit vorliegen, wollte sie aus „verhandlungstaktischen Gründen“ nicht verraten. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich um vier ernsthafte Angebote.

Wohin der Zug dann fährt, ist momentan noch völlig unklar und hängt vom künftigen Betreiber ab.

Der Singener HBH-Verbund ist bekanntlich Ende letzten Jahres fast in die Pleite gerutscht. Seither laufen Bemühungen, die Häuser des Verbundes zu retten. Schon recht früh war klar, dass HBH die Hochrhein-Eggbergklinik abstoßen werde. Auch das Bad Säckinger Krankenhaus (wir berichteten gestern), seit 2004 zum Veerbund gehörend, hat der Landkreis bereits zurückgenommen und fusioniert es jetzt mit dem Waldshuter Spital.

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