Bad Säckingen Update: Wie das Verkehrschaos am Hochrhein zustande kam

Wegen einer defekten Bremse ist heute Morgen ein Zug auf der Hochrheinstrecke zwischen Bad Säckingen und Murg liegen geblieben. Was folgte, war laut Deutscher Bahn eine "Verkettung unglücklicher Umstände", unter der tausende Berufspendler zu leiden hatten. Nicht nur der Schienenverkehr kam stundenlang zum Erliegen, es gab auch erhebliche Staus auf den Straßen rund um Bad Säckingen.

Eine "Verkettung unglücklicher Umstände" hat nach Angaben der Deutschen Bahn am Donnerstagmorgen zu massiven Verkehrsbehinderungen auf Schiene und Straße geführt, unter denen Tausende Pendler am Hochrhein zu leiden hatten. Wie Bahn-Sprecher Werner Graf auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, war ein defekter Zug im Berufsverkehr gegen 7 Uhr der Auslöser für die stundenlangen Probleme. In der Folge wurde die komplette Hochrheinschiene gesperrt. Außerdem habe es einen Defekt an den Bahnschranken in Obersäckingen und in der Waldshuter Straße gegeben, der zu kilometerlangen Staus auf der Bundesstraße und der Autobahn geführt habe. Als die Lage sich im westlichen Landkreis gegen 10.30 Uhr allmählich wieder entspannte musste der Bahnverkehr aufgrund eines medizinischen Notfalls bei einem Bahnreisenden erneut unterbrochen werden.

"Ein Unglück kommt selten allein", so fasste Bahnsprecher Graf die Ereignisse des Donnerstagvormittags zusammen. Gegen 7 Uhr blieb zwischen den Bahnhöfen Murg und Bad Säckingen eine Regionalbahn auf offener Strecke liegen. Grund hierfür war laut Bundespolizei eine Bremsenstörung. Da der Zug die Einschaltkontakte für die Bahnübergänge Waldshuter Straße und Heinrich-Hübsch-Straße bereits passiert hatte, blieben die Schranken an diesen Bahnübergängen geschlossen, was zu chaotischen Zuständen im morgendlichen Berufsverkehr führte, so die Polizei weiter.

Dies wiederum zog eine ganze Kette weiterer Probleme nach sich. Der Zugführer des Pannenzuges versuchte nämlich vergeblich, die beiden betroffenen Waggons soweit fahrtauglich zu machen, dass diese zumindest abgeschleppt werden konnten. Folglich musste ein Techniker aus Haltingen angefordert werden, der mit dem Taxi anreiste – und im Stau am Hochrhein stecken blieb. Um eine Panik unter den 80 Reisenden im Pannenzug zu verhindern, habe der Zugführer die Türen entriegelt und die Menschen aussteigen lassen, schilderte Bahn-Sprecher Graf: "Aus Sicherheitsgründen mussten wir daher die Strecke komplett sperren."

Gegen 9 Uhr konnte dann ein in Richtung Waldshut fahrender Regionalexpress parallel zur liegengebliebenen Regionalbahn anhalten. In diesen Zug konnten die Reisenden dann umsteigen. Der Zug brachte die Reisenden zurück zum Bahnhof Murg, wo die Bahn einen Bus als Schienenersatzverkehr organisierte. In der Der Ersatzzug wiederum sei nach Waldshut weitergefahren. Hier habe ein Reisender einen medizinischen Notfall erlitten und musste vom Notarzt behandelt werden. "Dies hat erneut zu Behinderungen im Bahnverkehr geführt", räumte Bahnsprecher Graf ein.

Der liegengebliebene Zug wird in den Murger Güterbahnhof zurück geschleppt. Bis zur Mittagszeit kam es somit zu Behinderungen auf der Hochrheinschiene. Die Situation auf der Straße entspannte sich im Lauf des Vormittags

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