LaufenburgSchweizer treffen den richtigen Ton [0]
Das Schweizer Fest als grenzüberschreitendes Volksfest war ein voller Erfolg. Schweizer und deutsche Politiker riefen bei ihren offiziellen Ansprachen auf der Alten Rheinbrücke dazu auf, weiterhin die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu pflegen.
Die Alphornbläser boten nicht nur ein beeindruckendes Bild, sondern schlugen auf dem Schweizer Fest auch die richtigen Töne an. Bilder: Eckert
Laufenburg - Die Alte Rheinbrücke ist das Verbindungsstück zwischen den beidseits des Rhein liegenden Altstädten Laufenburg und kann symbolisch für die enge Verbundenheit der Stadt in den beiden Ländern betrachtet werden. Am Freitag wurde hier das Schweizer Fest begangen, bei dem politische Vertreter gemeinsam mit der Bevölkerung über die Grenzen hinweg feierten. Vor der offiziellen Feier trafen sich hochkarätige Politiker der beiden Länder zum gedanklichen Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Bildung. "Mit dem Schweizer Fest wollen wir auf ungezwungene Weise die nachbarschaftlichen Beziehungen pflegen", Landammann Peter C. Beyeler vom Kanton Aargau bei seiner Festrede auf der Rheinbrücke. Er betont: "Der Rhein bildet keine politische, sondern nur eine natürliche Grenze." Zum Inhalt seiner Rede vor deutschen und Schweizer Bürger, wurden die gemeinsamen Wurzeln der Länder und der Wunsch nach einer "grenzenlosen Region". "Nicht die Rivalitäten, sondern die Gemeinsamkeiten sollen im Vordergrund stehen", sieht Beyeler die Voraussetzung für eine weiterhin gute Zusammenarbeit der beiden Länder. "Ein deutliches Signal für ein gutes Miteinander", so bezeichnete Regierungspräsident Julian Würtenberger das Fest. "Die Politik muss gute Rahmenbedingungen für einen ungehinderten Austausch gewährleisten", ruft Würtenberger auf. Sein Appell: Den Blick für die gemeinsame Zukunft nicht verlieren und an der guten Nachbarschaft festhalten. Bei der Ansprache von Landrat Tilman Bollacher drehte sich alles um die berüchtigten 54 Zentimeter. Genauer gesagt: Den Höhenunterschied von 54 Zentimeter beim Bau der neuen Rheinbrücke. "Die beiden Seiten haben sich sehr schnell wieder angenähert", so Bollacher. Diese Annäherung soll, laut dem Landrat, als "leuchtendes Vorbild dienen, wenn Probleme bei der grenzüberschreitenden Arbeit aufkommen." Neben den Ansprachen von Politikern aus Deutschland und der Schweiz, wurde für das Schweizer Fest ein unterhaltsames Programm auf die Beine gestellt. Die Stadtmusik Laufenburg bot eine musikalische Darbietung für die Besucher und ließ gute Stimmung bei den Festlichkeiten aufkommen. Die Trachtengruppe Laufenburg war mit ihren Tänzen Teil des Programms und natürlich dürfen auf dem Schweizer Fest die Alphornbläser nicht fehlen. Die Hip-Hop-Mädchentanzgruppe "Roundabout" von der grenzüberschreitenden Jugendarbeit Laufenburg trat zu später Stunde auf und brachte jugendlichen Schwung auf die Rheinbrücke. Der Unterhalter des Abends war Gaukler Günter Frei. Er führte mit viel Witz durch das Abendprogramm und erhöhte den Unerhaltungsfaktor mit seinen Kunststücken. Der kleine Hunger der Besucher wurde unter anderem mit Schweizer Spezialitäten gestillt. Der krönende Abschluss des grenzüberschreitenden Austausches bildete das Feuerwerk über dem Rhein.
Die Trachtengruppe Laufenburg schwang das Tanzbein.
Schweizer Spezialitäten durften beim grenzüberschreitenden Fest nicht fehlen.
V.l: Konsul Gerhard Lochmann, Laufenburger Stadtammann Rudolf Lüscher, Landamman Kanton Aargau Peter C. Beyeler, Bürgermeister Roland Wasmer, Regierungspräsident Julian Würtenberger und Landrat Tilman Bollacher.
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