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Hütten Schon mit 14 Jahren abheben

Autofahren darf man ab 18, Segelfliegen schon ab 14. Und es gibt weder Staus noch Leitplanken. Kein Wunder, dass die Luftsportgemeinschaft Hotzenwald sich keine Sorgen um Nachwuchs machen muss.

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Ein Teil der Flieger-Jugend von der Luftsportgemeinschaft Hütten beim "Longest Day Flight". Im Flugzeug vorne Dennis Stächelin, hinten Bernhard Egger. | Bild: Fabry

Hütten - Der längste Tag des Jahres war am Samstag: Das nahm die Jugend der Luftsportgemeinschaft zum Anlass, einen "Longest Day Flight" zu organisieren. Für Segelflieger gilt, dass frühestens eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang gestartet werden darf, und spätestens eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang müssen alle Flieger wieder auf dem Boden sein. Diese Möglichkeiten des längsten Tages sollten ausgenutzt werden. Schon um vier Uhr am Morgen waren die jungen Flugenthusiasten auf dem Gelände, um alles zu richten. Dann wurde der Tag so richtig ausgenutzt. Vor acht Uhr waren schon mehr als 30 Starts registriert. Bei Sonnenuntergang konnten dann stolze 150 Starts vermeldet werden.

"Solche Longest Day Flights werden von anderen Vereinen regelmäßig veranstaltet", berichtet Dennis Stächelin, der Jugendverantwortliche der LGH. In Hütten war dies die erste Veranstaltung dieser Art. Und sie wurde nur möglich, weil sich die Jungflieger dafür ins Zeug gelegt hatten. "Schon toll, was die jungen Leute auf die Beine stellen", war denn auch anerkennend von den erfahrenen Fliegern zu hören. "Segelfliegen ist ein grandioser Sport", begeistert sich Bernhard Egger aus dem Jugendteam, "vor allem der Teamgeist, der Zusammenhalt und die gemeinsam getragene Verantwortung schweißen zusammen." Denn Fliegen kann man nur in der Gemeinschaft: die Startwinde muss bedient, die Starts müssen koordiniert und dokumentiert werden, die Segelflieger müssen gewartet, kontrolliert und versorgt werden. "Damit haben wir die Verantwortung für die Flieger, die eine Menge Geld kosten", erklärt Bernhard Egger.

Und die Jungflieger haben das Vertrauen ihrer älteren Vereinskameraden, denn die Flieger dürfen von den jungen Leuten in Eigenregie benutzt werden. Man kann also Fliegen lernen, ohne ein eigenes Flugzeug kaufen oder mieten zu müssen.

Dass das Leben über den Wolken ganz grenzenlos sein kann, wusste man bereits. Inzwischen entdecken immer mehr junge Leute, wie fantastisch es ist, alleine über der Heimat zu schweben oder sich gemeinsam mit Kameradinnen und Kameraden um den Flugbetrieb zu kümmern. Die Jugend der LGH verzeichnet einen stetigen Zuwachs an neuen Mitgliedern. Und besonders erstaunlich ist auch, dass der Anteil junger Fliegerinnen immer mehr zunimmt.

Die Luftsportgemeinschaft Hotzenwald betreibt ihren Segelflugplatz in Hütten. Der Verein ist mit Ortsgruppen in Lörrach, Grenzach, Maulburg, Schopfheim, Wehr und Bad Säckingen vertreten.

Weitere Infos im Internet:

www.lg-hotzenwald.de.

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