Die beiden Männer sollen Anfang Mai im Naturkundemuseum der Freizeitwelt Hochrhein in Bad Säckingen von zwei präparierten Nashornköpfen die Nasenhörner abgeschlagen und gestohlen zu haben. Den Schwarzmarktwert der Hörner schätzt die Polizei auf 400 000 Euro.
Der genaue Tathergang stellt sich laut Mitteilung der Ermittler derzeit so dar: Am 5. Mai schlugen die Tatverdächtigen zwischen 23 und 23.30 Uhr eine Glasscheibe am Museum ein und sind in das Gebäude eingedrungen. Von zwei an der Wand hängenden Nashornköpfen schlugen oder sägten sie die insgesamt vier Hörner ab. Bei dem Einbruch hat sich ein Täter verletzt. Er hat sich an einer Glasvitrine einen Fingernagel abgerissen, der von den Kriminaltechnikern gesichert werden konnte.
Bereits einige Tage zuvor sei die Örtlichkeit von zwei Männern ausgekundschaftet worden, die das Museum über den Haupteingang betreten und auch nicht öffentlich zugängliche Räume aufgesucht hatten, so die Polizei. Bilder dieser beiden Männer, die von Überwachungskameras gemacht wurden, haben die Ermittler in einem Zeugenaufruf veröffentlicht.
Die Bilder und der abgerissene Fingernagel haben die Polizei schließlich auf die Spur von zwei polnischen Staatsangehörigen geführt. Die 34 und 36 Jahre alten Tatverdächtigen waren bereits in früheren Jahren in Deutschland erkennungsdienstlich behandelt worden. In Zusammenarbeit mit ausländischen Polizeidienststellen konnten die beiden dann aufgrund eines Europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen diesen Monat in Dänemark festgenommen werden. Die beiden Beschuldigten wurden mittlerweile an die deutschen Behörden ausgeliefert.
