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Bad Säckingen Operation Klinik-Rettung geht weiter

Bad Säckingen (job/jöb) Der ins Straucheln geratene Klinikverbund der HBH-Kliniken will sich nun definitiv vom Reha-Bereich der Bad Säckinger Hochrhein-Eggberg-Klinik trennen. Damit scheint sich zu bewahrheiten, was sich in der vergangenen Woche andeutete, nämlich die Trennung von Akut- und Reha-Bereich.

Am vergangenen Freitag tagte im Singener Rathaus die Gesellschafterversammlung der HBH-Kliniken, um Maßnahmen zu beraten, wie der Klinikverbund langfristig gesichert werden kann. Konkrete Ergebnisse sollen allerdings erst am Mittwoch bekanntgegeben werden. Wie unsere Zeitung aus sicherer Quelle erfuhr, plant der Verbund jedoch nun definitiv, sich von den Reha-Bereichen der Bad Säckinger Hochrhein-Eggberg-Klinik und der Bad Bellinger Klinik St. Marien zu trennen. Einsparungen sollen auch durch Umstrukturierungen in der Verwaltung erreicht werden.

Das Bad Säckinger Krankenhaus, ebenfalls eine Einrichtung des HBH-Verbunds, ist demnach gesichert. Ein Fragezeichen steht hinter der Zukunft des Reha-Bereichs der Hochrhein-Eggberg-Klinik. Wie Bürgermeister Martin Weissbrodt in der vergangenen Woche andeutete, könnte er mit der Bad Säckinger Rehaklinik verschmelzen. Eine Lösung scheint derzeit allerdings noch nicht in Sicht. „Es gibt noch nichts Neues“, ließ Weissbrodt gestern auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilen. Unter den Mitarbeitern der Bad Säckinger Kliniken herrscht nach wie vor eine große Verunsicherung. Daran konnten auch die von der HBH-Leitung ausgegeben Durchhalteparolen wenig ändern.

In Singen stehen unterdessen am heutigen Dienstag wichtige Verhandlungen zwischen dem Klinikverbund, beziehungsweise der Stadt Singen und dem Regierungspräsidium Freiburg an. Dieses muss genehmigen, dass Singen sich über alle gesetzlichen Maße hinaus verschuldet, um seinen Beitrag zur Rettung des Klinikverbundes leisten zu können. Ein zweistelliger Millionenbetrag wird fällig, heißt es aus mehreren Quellen. Geld, dass Singen nach geltendem Recht gar nicht als zusätzlichen Kredit aufnehmen dürfte. Die Verwaltungsspitze hofft auf eine Sondererlaubnis aus Freiburg. Falls diese verwehrt bleibt, bliebe offenbar nur der Weg in die Insolvenz. Doch dies hätte noch weitreichendere finanzielle Folgen für Singen.

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