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Bad Säckingen Modellversuch geht weiter

29.09.2012
Bad Säckingen -  Rudolf-Eberle-Schule weiterhin mit Ganztagesförderung. Ein Schwerpunkt ist Projektunterricht

Ziel der Ganztagesförderung ist es auch, die Ausbildungsfähigkeiten der Schüler zu verbessern. Beim Mittagessen (Bild) haben die Schüler weiterhin die Qual der Wahl.  Bild: Rodolf-Eberle-Schule

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Die Rudolf-Eberle-Schule ist eine von drei kaufmännischen Schulen im Regierungspräsidium Freiburg, die weiter an einem Modellversuch des Landes teilnimmt, der den Fokus auf die Ganztagesförderung legt. Die Klasse des Berufskollegs I in Ganztagesform besuchen im aktuellen Schuljahr 28 Schülerinnen und Schüler.

Nachdem das Feedback der Absolventen des letzten Jahrganges durchweg positiv war, wollte die Rudolf-Eberle-Schule diese besondere Schulform auch in diesem Schuljahr wieder anbieten. Schließlich war das Interesse für das Berufskolleg ganztags so groß, dass die Zusammensetzung der neuen Klasse mittels eines Auswahlverfahrens bestimmt werden musste. Damit ist Ganztagesförderung nicht nur eine Sache der allgemeinbildenden Schulen. Die konzeptuelle Arbeit wurde insbesondere von Monika Krischler geleistet, sie betreut diese Schulform auch im zweiten Durchgang.

Neben dem Unterricht nach Lehrplan erhalten die Schüler zusätzliche Stunden in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Aufgrund des Lehrermangels in Betriebswirtschaftslehre musste in diesem Jahr allerdings der Unterricht in der Übungsfirma, wo die Abläufe in einem kaufmännischen Betrieb simuliert werden, gekürzt werden. Fest im Stundenplan verankert sind dagegen die Lernzeiten, in denen die Schüler Hausaufgaben und Gruppenaufträge bearbeiten können.

Ein besonderer Schwerpunkt dieser Schulform liegt aber auf dem Projektunterricht. Die Konzeptverantwortlichen haben dabei das Schuljahr in Epochen unterteilt. Jede Epoche hat einen eigenen Schwerpunkt. Zu Beginn des Schuljahres steht der Projektunterricht ganz im Zeichen der Selbstwahrnehmung, der Motivation und der Schulung diverser Methoden. Weitere Schwerpunkte werden die Hinführung zur Arbeitswelt, die Förderung der Kreativität und der sozialen Kompetenz sein. Die einzelnen Schwerpunkte werden dabei auch im Fachunterricht aufgegriffen und fachspezifisch vertieft, ganz im Sinne des integrativen, fächerübergreifenden Ansatzes.

Gerade der Kontakt zu den Betrieben ist aber an einer Beruflichen Schule besonders wichtig. Die Schüler besuchen daher diverse Betriebe, führen ein Assessment durch und schließen diese Projektphase mit einem Praktikum ab. Neben Lehrkräften der Schule übernehmen den Projektunterricht auch außerschulische Kräfte. Gerade die von vielen Ausbildungsbetrieben geforderten Schlüsselqualifikationen sollen bei dieser Schulform gefördert werden. Weiterhin ist Ziel der Ganztagesförderung einerseits die Ausbildungsfähigkeiten der Schüler zu verbessern und andererseits mehr Schülern den Weg zur Fachhochschulreife zu ebnen.

Auch wenn die Organisation eines warmen Mittagessens sich zunächst schwierig gestaltete, so können die Schüler auch in diesem Jahr erneut zwischen zwei warmen Mahlzeiten wählen und schließlich gut versorgt in den Nachmittag an der Schule starten.

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