Bad Säckingen Lohn für Trainingsfleiß bei Judokas
30.03.2010
Bild: Bild: kerkhoff
Nur 35 Prozent Trainingsbeteiligung seien doch sehr dürftig, forderte der Vorsitzende des Vereins, Rainer Rittmann, mehr Einsatz.
Vor allem Jörg Rittmann beklagte das Trainingsverhalten. Das Niveau werde ständig heruntergefahren, weil sich einige Mütter über Muskelkater und blaue Flecken bei ihren Kindern beklagten. „Das Training beträgt heute höchstens noch ein Prozent von dem, was wir früher gemacht haben“, fand Rittmann sehr deutliche Worte. Er wisse, dass er für viele der böse Trainer sei, der zu viel verlange. Andererseits beklagten sich seine Schützlinge, wenn sie bei Wettkämpfen von den Gegnern auf die Matte gelegt würden. Ohne entsprechendes Training sei Erfolg eben schwer machbar, machte Jörg Rittmann deutlich.
Was man mit Trainingsfleiß erreichen kann, zeigte Natalie Schmidt, die bei der Weltmeisterschaft der Senioren in Sindelfingen 2009 den dritten Platz belegte und dafür in diesem Jahr auch zu Bad Säckingens Sportlerin des Jahres gekürt wurde. Auch im Jugendbereich wurden große Erfolge erzielt. Hochrhein-, Südbadische und Badische Meistertitel fuhren die Judokas ein. Zu den Erfolgreichsten gehörten dabei Allan Flato, Miriam Leutenecker, Patrick Zalewski, Lars Bauer, Chantalle Schulte, Sabrina Rittnauer und Tatjana Stiefken. Erstmals fiel die Wettkampfbilanz der Judokas positiv aus. Von den 762 Kämpfen wurden 395 gewonnen und 367 verloren.
Einsatz zeigten auch Eltern und Trainer am Lenkrad: Mehr als 19 000 Kilometer fuhren sie die Kämpfer zu den Meisterschaften, wofür es ein dickes Lob gab. Seit 50 Jahren gibt es den Judo-Club Kawaishi. Ein Mann, der sich bereits im ersten Jahr anschloss, ist Heinz Kübler, der in Abwesenheit für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Seit 15 Jahren ist Florian Borchert dabei. Anwesend war Sigrid Rittmann, seit 30 Jahren die gute Seele des Vereins. Sie hat schon jede Altersklasse trainiert und sei mindestens dreimal für den Sport um die Erde gereist, hieß es.
