Bad Säckingen Konzert: Ioana Ilie beweist bei ihrem Auftritt in der Sigma-Klinik Spontanität

Pianistin Ioana Ilie tritt im Sigma-Zentrum auf und spielt auf Zuruf der Zuhörer eine Eigenkomposition mit dem Gefühl der Freiheit. Die Spontanität zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzert der gebürtigen Rumänin.

„Die Fähigkeit zur Spontanität geht in der Musik angesichts der vielen bestehenden Notenwerke immer mehr verloren“, beklagt Pianistin Ioana Ilie. Bei ihrem Auftritt der Reihe „Klassik im Sigma-Zentrum“ in der Fachklinik in Bad Säckingen wollte die gebürtige Rumänin diesem Manko entgegenwirken. In ihrem Programm ließen sich neben Inszenierungen bekannter und bewährter Künstler auch zwei Eigenkompositionen finden, die sie aus dem Moment heraus entstehen ließ. Dieses besondere Talent hegt sie seit ihrem 14. Lebensjahr, in dem sie ihre Laufbahn als Pianistin begann.

Im Sigma-Zentrum konnten einige Zuhörer eine kleine Kostprobe von Ilies ganz besonderem Stil bekommen. Sie eröffnete ihr Konzert mit einem barocken Werk von Johann Sebastian Bach, welches eine Zusammensetzung aus Präludium und Fuge darstellte. Prägend für diese musikalische Epoche waren vor allem das Heraushören der Stimmung einzelner Instrumente und die dichten Musikphrasen, was auch in diesem Stück zu erkennen war. Als Überleitung zu einem nächsten Werk von Frédéric Chopin aus der romantischen Zeit führte Ioana Ilie ihre erste Eigenkomposition auf. „Ich möchte die beiden Epochen mit einem Werk verbinden, welches nur ein einziges Mal, an diesem Abend, aufgeführt wird“, so Ilie. Als Anreiz dazu bat sie das Publikum um Mithilfe. So sollten ihr eine Anfangs- und eine Endtonart sowie ein bestimmtes Gefühl genannt werden. Die Zuhörer forderten ein Stück von H-Dur in Ges-Moll mit dem Gefühl von Freiheit. Ilie nahm diese Herausforderung an und zauberte ein einmaliges Stück, welches von hohem Talent und enormer Instrumentenbeherrschung zeugte.

Anschließend präsentierte Ilie drei Walzer von Chopin, die gesangliche Melodien verkörperten. Passend zum Genre des Stückes ließ Ilie ihre Finger über die Tasten des Flügels tanzen. Es folgte ihre zweite Eigenkreation; diesmal ein Werk, das die Epochen Romantik und Impressionismus verbinden sollte. „Im Impressionismus ging es um Klangmalerei, also Harmonien und musikalische Strukturen, die miteinander vermischt wurden. Zudem hatte diese Epoche hohen Symbolcharakter“, erklärte Ilie. Das Publikum wurde dazu animiert, ein Bild zu beschreiben, welches Ilie musikalisch verkörperte. Und tatsächlich schaffte es Ilie durch die Art ihrer Musik, das Bild von einem im All schwebenden Menschen zu erschaffen, welcher auf Außerirdische trifft und über ein Wurmloch in ein Paralleluniverum gelangt. Zum Abschluss spielte Ilie die Vertonung dreier Gedichte von Maurice Ravel. Das erste handelte von einer Wassernymphe, die einen Sterblichen verführt; das zweite von einem Toten an einem Galgen und das dritte von einem kleinen Teufelchen. All diese Motive zauberte Ilie über die Musik in den Raum. Als Zugabe spielte sie dann noch eine extra Sigma-Version mit den Leittönen es, g und a, die im Wort „Sigma“ zu finden sind, von Es-Dur in A-Moll, welche zum Schluss ihren Anklang finden konnte.

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