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Bad Säckingen Kammerchor Bad Säckingen glänzt mit dem „Requiem“ von Gabriel Fauré

Ausdruckstarkes und besinnliches Herbstkonzert im Fridolinsmünster

Passend zum Monat November, in dem traditionell auch der Toten gedacht wird, erklang am Samstagabend im Bad Säckinger Fridolinsmünster, anlässlich des Herbstkonzertes vom Kammerchor Bad Säckingen, als Hauptwerk das bisweilen wenig zu hörende, und in Bad Säckingen gar erstmals aufgeführte, besinnliche „Requiem“ von Gabriel Fauré. Umrahmt wurde das „Requiem“ vorgängig und zum Schluss von Motetten der Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und Franz Schubert.

Der Kammerchor unter der Leitung von Wolfgang Haller glänzte mit großer Ausdruckskraft und einer reichen Klangfülle. Gesanglich unterstützt wurde der Kammerchor durch Schülerinnen vom Georg-Büchner-Gymnasium Rheinfelden. Als Gesangssolisten wirkten Rebekka Breisacher (Sopran) und Matthias Ratzel (Bass) mit, wodurch der Hörgenuss noch um ein vielfaches gesteigert wurde. Das Orchester des Kammerchors, mit Stephan Kreutz an der Orgel sowie Kathrin Haller, Violine, Ursula Müller, Violine und Viola, Werner Roos, Viola, Kathrin Brand, Violoncello, Dorothee Zobel, Violoncello, und Marcel Falk, Kontrabass, unterstrich den Gesamteindruck des Konzerts vortrefflich. Das Publikum war vom Dargebrachten sichtlich ergriffen und spendete den Sängern und den Musikern spontanen Applaus.

Das „Requiem“ (op. 48) des französischen Komponisten Gabriel Fauré unterscheidet sich wesentlich von den Requien-Vertonungen seiner Zeitgenossen. So verzichtete er gänzlich auf die Darstellung des himmlischen Strafgerichts und die Androhung der Höllenqualen, fügte aber das „In Paradisum“ ein. Letzteres komponierte er für eine erweiterte Fassung des Requiems nach. Mit einer saften Klanglichkeit wirkt diese Passage bisweilen sehr beschaulich, aber dennoch brillant. Damit ist es Fauré gelungen, ein friedvolles Bild vom Tod zu zeichnen, was ihm durchaus ein Bedürfnis gewesen sein soll, wie über ihn berichtet wird. Gabriel Faurés Requiem erzeugte beim Zuhören einen sanften, friedvollen und versöhnlichen Charakter, das den „Fegefeuer-Schrecken“ völlig vergessen mach te.


Der Komponist

Gabriel Fauré (1845 - 1924) wurde in Pamiers (Frankreich) geboren. Er war ein musikalisches Frühtalent und begann bereits mit zehn Jahren ein Musikstudium. Er studierte unter anderem bei Camille Saint-Saëns an der Ecole Niedermeyer, wo er später selbst Lehrer wurde. Fauré nahm maßgeblich Einfluss auf die Musik in Frankreich um 1900. Als Organist wirkte er in einigen bedeutenden Kirchen.

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