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Bad Säckingen Hommage an Bad Säckingen

06.02.2012
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Die Bad Säckinger Künstlerin Gisela Lienemann stellt bis Ende April im Altenpflege-Zentrum St. Franziskus ihre Werke aus

Großen Publikumszuspruchs erfreute sich am Freitagabend eine Vernissage im Altenpflege-Zentrum St. Franziskus. Bis Ende April werden im Foyer und der hauseigenen Kapelle Werke der Bad Säckinger Künstlerin Gisela Lienemann zu sehen sein.

Die Ausstellung sei als eine Momentaufnahme ihrer unterschiedlichen Schaffensperioden zu verstehen, wie die 61-jährige Künstlerin erzählte. Schon ein flüchtiger Blick auf die Exponate verrät Lienemanns Liebe zur abstrakten Malerei, wie sie etwa in den beiden Werken „Weiße Landschaften“ und „Winterlandschaft“ zum Ausdruck kommt. Die unter Verwendung von Seidenpapier durch Acrylmalerei entstandenen Werke deuten bereits auf eine besondere Spezialität der Künstlerin hin. Es ist insbesondere der als Collage-Element in den Werken künstlerisch Raum greifende Siebdruck, der sich in der Vorliebe Lienemanns zu Mischtechniken zu einem Markenzeichen entwickelt hat. Neben einer künstlerischen Hommage an die Stadt Bad Säckingen dürfte auch die Serie „München“ auf das Interesse der Ausstellungsbesucher stoßen.

Ästhetische Schönheit hat die Künstlerin dabei nicht im Sinn. „Die Bilder müssen interessant sein“, formuliert die Malerin ihren Anspruch an das eigene Werk. Oftmals entstünden Titel, ja sogar die Motive selbst, erst im Laufe des Entstehungsprozesses, wie Lienemann erklärt.

Dass künstlerische Abstraktion und nüchterne Gegenständlichkeit eine harmonische Symbiose einzugehen imstande sind, beweist Lienemanns Serie „Rohre, Wände und Metamorphosen“. Ausgehend von der fotografischen Ablichtung alter verrosteter Fallrohre beginnt die Künstlerin, das nüchterne Motiv als eine Inspiration zu begreifen. Sie macht sich sogleich daran macht, die Umgebung des Gegenständlichen einer phantastischen Abstraktion zu unterziehen. „Das verfremdete Gegenständliche mit dem Gegenständlichen zu verbinden“, formuliert Gisela Lienemann diesen künstlerischen Ansatz.

Einen Abriss über Leben und Werk der Künstlerin gab Barbara Förster bei der Vernissage. Die Bilder Lienemanns durchliefen einen langen Prozess, so Förster in ihrer beeindruckenden Laudatio. Es sei besonders die Verfremdung realistischer Abbildungen ins Abstrakte, wodurch in den Bildern Lienemanns „der Augenblick Dauer und Ausdruck bekommt“, so Förster.

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