Mein

Bad Säckingen Grenzenlos gegen Atomstrom

Bad Säckingen – Grenzenlos war am Pfingstmontag der Anklang bei der Aktion „Menschenstrom gegen Atom“ zwischen Aarau und Olten. Bei der von der Schweizer Anti-Atom-Bewegung durchgeführten Demonstration nahmen rund 5000 Personen aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich teil.

Ein voller Erfolg: Tausende Demonstranten marschierten unter dem Motto „Die Zukunft ist erneuerbar“ in die Schützenmatte in Olten ein. Dort fand die gemeinsame Schlusskundgebung statt.
Ein voller Erfolg: Tausende Demonstranten marschierten unter dem Motto „Die Zukunft ist erneuerbar“ in die Schützenmatte in Olten ein. Dort fand die gemeinsame Schlusskundgebung statt. | Bild: Bild: Müller

Damit wurde die erwartete Teilnehmeranzahl von 1000 bei weitem übertroffen.

Die Demonstranten fordern den Ausstieg aus der Atomenergie und die Förderung erneuerbaren Energien. Um ihre Ablehnung der Atomenergie gegenüber deutlich zu machen, legten die Demonstranten eine 17 Kilometer lange Strecke zurück. Auch viele Kommunalpolitiker der deutschen Rheinseite marschierten mit, unter anderem Bernhard Biendl, Stadtrat aus Bad Säckingen, Kreisrätin Iris Wallaschek, die ehemalige Bundestagsabgeordnete und Kreisrätin Rita Schwarzelühr-Sutter, Hans-Jürgen Weber, Stadtrat aus Laufenburg und Hans-Eugen Tritschler aus Laufenburg.

Der Menschenstrom traf sich um 10 Uhr in Aarau und führte von dort zum Zielpunkt in Olten. Die dortige Schlusskundgebung stand unter dem Motto „Die Zukunft ist erneuerbar“. Die Waldshuter Kreisrätin Iris Wallaschek (Grüne) sprach die Grußbotschaft aus Deutschland. „Wir lassen uns durch die politischen Grenzen unseren Widerstand nicht halbieren“, sicherte sie den Eidgenossen die Solidarität der Deutschen zu. Die Energiegewinnung durch Atomkraftwerke nannte sie „eine dem Irrsinn und der Energie- und Geldiger verpflichteten Technik“. Mut solle den Schweizern machen, dass in Deutschland der Atomausstieg bereits erreicht wurde. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte sie: „Wir fühlen uns bei diesem Thema direkt betroffen. Sollte sich etwa im Atomkraftwerk in Leibstadt ein Unfall ereignen, gehören wir ja genau so zu den Leid tragenden.“

Auch der Bad Säckinger Stadtrat Bernhard Biendl (Grüne) zeigte sich mit der Demonstration sehr zufrieden: „Es sind überraschend viele Leute gekommen, darüber bin ich natürlich glücklich“. Er betonte, dass es mit den erneuerbaren Energien eine ausreichende Alternative zur Kernenergie gebe. In diesem Zusammenhang nannte Biendl auch die Verantwortung gegenüber späteren Generationen.

Hans-Jürgen Weber, Grünen-Stadtrat aus Laufenburg, sprach sich ebenfalls für die erneuerbaren Energien aus: „Hätte man sich mit dem gleichen Engagement für erneuerbare Energien eingesetzt, dann hätten wir Probleme wie beispielsweise die Endlagerung des Atommülls erst gar nicht.“ Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), Vorsitzende des Kreisverbands Waldshut, war erleichtert darüber, dass so viele Menschen die Gefahr der Atomenergie erkannt haben: „Dass hier so viele Leute mitgemacht haben, macht uns Mut. Die Gefahren der Atomenergie kann man ja nicht mit den Sinnen wahrnehmen, dennoch sind sich die Menschen ihr offensichtlich bewusst.“

Hans-Eugen Tritschler, Vorsitzender vom Grünen Ortsverband Albbruck-Laufenburg-Murg, sagte: „Die Energiegewinnung mit Hilfe von Uran ist eine hochrisikoreiche Technologie. Den Atommüll hat man gar nicht im Griff“. Dieser bleibe unendlich lang gefährlich. Das ausgerechnet die Bundeskanzlerin Angelika Merkel als Physikerin davor die Augen verschließe, könne er nicht nachvollziehen.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Besonderes vom Bodensee
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Harpolingen
Bad Säckingen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren
    Jetzt Newsletter anfordern:
    © SÜDKURIER GmbH 2017