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Bad Säckingen

Gefechte bei den Judoka

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Das neue Präsidium (von links): Stellvertretender Vorsitzender Hellmut Kurth, Kassiererin Ulrike Bauer und Vorsitzender Rainer Rittmann.
Alfano

Bad Säckingen (dal/sto) Hitzig, turbulent und kontrovers - anders kann man die Hauptversammlung des Judo-Club Kawaishi Bad Säckingen im neuen Vereinsheim am Murger Weg nicht beschreiben. Offene Fragen bei der Kassenprüfung sorgten für mächtig Diskussionsbedarf.

Die Anspannung war den Mitgliedern anzumerken. Das Vereinsheim war berstend voll. Schließlich war der Vorsitzende Rainer Rittmann am vorvergangenen Samstag nach einem Bericht der Kassenprüfer Hans Jahn und Dennis Landis zurückgetreten. Ihm wurde öffentlich vorgeworfen, nicht nur die Position des Vorsitzenden auszuüben, sondern auch in die Kassenverwaltung sowie die Schriftführertätigkeit involviert zu sein. "Der Bestand des Vereins und der Schutz des Judobetriebes müssen aufrechterhalten werden. Deshalb beantrage ich, die Kassenprüferberichte unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen", so das Passivmitglied Fred Thelen. Ein Antrag, der für mächtig Unruhe sorgte. Schließlich war für einige Mitglieder die Begrifflichkeit "unter Ausschluss der Öffentlichkeit" nicht klar definiert. Sitzungsleiter Willi Merkel stellte jedoch klar: "Das heißt, ob die Presse dabei sein darf oder nicht." Die Versammlung beschloss den offensichtlich großen Klärungsbedarf intern zu erörtern.

Im Gegensatz zum Kassenprüferbericht wurde der Bericht von Kassierer Erich Zerbes öffentlich vorgetragen. Durch den Bau des Vereinsheims standen den Einnahmen höhere Ausgaben gegenüber. Auch für 2007 prognostiziert Zerbes aufgrund der anstehenden Arbeiten am Vereinsheim ein Haushaltsdefizit. "Wir haben 2007 voraussichtlich ein Loch von 8635 Euro, wobei wir noch nicht wissen, wie wir das schließen sollen", so Zerbes. Aufgrund der finanziellen Belastungen seien allerdings einige Trainer bereit, auf ihre Honorare zu verzichten. Auch der Bau des Vereinsheims ist nur durch die Unterstützung der Mitglieder möglich. Seit Arbeitsbeginn leisteten sie fast 5000 Arbeitsstunden.

Zahlreiche Veränderungen brachten die Wahlen des Präsidiums und erweiterten Vorstands mit sich. Allerdings blieb auch während der Wahl die Stimmung aufgeheizt. Immer wieder kam es zu gegenseitigen Vorwürfen. So wurde ein Mitglied wegen fehlendem kollegialem und sportlichem Umgang mit anderen Vereinsmitgliedern angeprangert. Wahlleiter Heinz-Jörg Küspert hatte alle Hände voll zu tun. Schließlich gab es einige Positionen neu zu besetzen. Schnell zeichneten sich zwei Lager, eines um Rittmann, eines um Thelen, im Verein ab. Zu einer Kampfabstimmung kam es bei der Besetzung des Vorsitzenden. Letztendlich setzte sich der neue alte Vorsitzende Rainer Rittmann deutlich gegenüber Fred Thelen durch. "Was ich angefangen habe und jetzt finanziell eine schwierige Situation ist, will ich auf jeden Fall weiterführen, damit der Verein in zwei Jahren wieder gut dasteht. Ich denke, aus meinen Fehlern habe ich gelernt", so Rittmann. Neuer Stellvertreter ist Hellmut Kurth, neue Schatzmeisterin Ulrike Bauer. Sie trat extra während den Wahlen dem Verein bei, um als Kandidatin zur Verfügung zu stehen.

In den erweiterten Vorstand gewählt wurden: Christine Wagner (Schriftführerin), Peter Lau (Pressewart), Silvana Mattai (Elternvertreterin), Christoph Liehr(Erwachsenvertreter), Roman Schwestka, Elke Thomann, Sandro Maenza, Natalie Schmidt (alle Beisitzer), Willi Merkel und Matthias Mengel (beide Kassenprüfer). Abgesagt wurde aufgrund der Querelen der geplante Besuch des Judo-Clubs im französischen Mehun.

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