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Bad Säckingen Gefahrgut-Transporter verliert auf B34 Salzsäure

Ein mit Salzsäure beladener Lastwagen hat auf der Strecke zwischen Bad Säckingen und Laufenburg (zehn Kilometer) größere Mengen seiner Ladung verloren. Die Feuwehren entlang der Route sind im Einsatz. Der Verkehr wird umgeleitet. Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus. Nach derzeitigem Stand besteht keine Gesundheitsgefährdung.

Verkehrschaos auf der B 34 zwischen Bad Säckingen und Laufenburg: Ein Gefahrgut-Transporter hat auf der zehn Kilometer langen Strecke Salzsäure verloren, bevor er am Laufenpark gestoppt hat. Laut Polizeiangaben ist die ausgetretene Menge überall dort erheblich, wo das Fahrzeug abbremsen musste. Gesundheitsgefahr besteht nach derzeitigen Erkenntnissen aber nicht.

Der Gefahrtransporter aus den neuen Bundesländern hatte laut Polizei in Rheinfelden 24,1 Tonnen Salzsäure geladen und auf der Fahrt in Richtung Osten einen Teil seiner Ladung verloren. Bemerkt wurde dies erst in Laufenburg, kurz nach dem Heilig-Geist-Buckel. Die Schlosserei Gampp setzte eine Meldung an die Feuerwehr ab, die in Verbindung mit der Polizei sofort die Sperrung der Straße zwischen Bad Säckingen und dem Bahnübergang Ost in Laufenburg veranlasste.

Wie Markus Rebholz, Stadtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Laufenburg, und Wolfgang Mutter von der Polizei mitteilten, ist der Schaden relativ gering, da sich die Salzsäure mit Wasser zu einer ungefährlichen Mischung verdünnen lässt. Karlheinz Sänger, Fachberater für wassergefährdende Stoffe vom Landratsamt Waldshut war ebenfalls sofort vor Ort, um weitere Schäden für die regionale Wasserversorgung abzuwenden.

Wie es zu dem Austreten der Salzsäure kommen konnte, muss noch geklärt werden. Rebholz vermutet, dass einer der Domdeckel des Gefahrguttransporters undicht oder nicht richtig verschlossen wurde. Die Polizei wird Anzeige gegen den Fahrer des Transporters erheben.

Es wurde eine weiträumige Umleitung eingerichtet, denn entlang der Bundesstraße sind sowohl die Feuerwehren aus Bad Säckingen, Murg und Laufenburg mit Ortsteilen als auch die Helfer des THW waren vor Ort – insgesamt mehrere hundert Rettungskräfte – im Einsatz. Sie verdünnen die Salzsäure mit Wasser. Auch zahlreiche Landwirte sind mit Traktoren und mit Wasser gefüllten Güllewagen zur Unterstützung herbeigerufen worden. Um eine Gefährdung der Einsatzkräfte etwa durch Salzsäuredämpfe zu vermeiden, tragen diese an den besonders kritischen Stellen Spezialanzüge. Diese befinden sich laut Polizei überall dort, wo der LKW anhalten oder abbremsen musste.

Da sich der Vorfall unmittelbar zur Feierabendzeit ereignete, kam es entlang des Hochrheins zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der aus der Schweiz nach Laufenburg kommende Verkehr staute sich vom Zoll bis nach Eiken. Staus gab es auch im Stadtgebiet von Bad Säckingen und den ebenfalls betroffenen Nachbarorten. Wie lange der Großeinsatz dauern wird, ist noch nicht absehbar.

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