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Bad Säckingen Flüchtlingsunterkunft Gettnau: Beim Bau geht es mit großen Schritten voran

Die Flüchtlingsunterkunft in der Gettnau macht sichtbare Fortschritte: Am Dienstag begann die Firma Holzbau Matt mit der Montage der Holzmodule. Schon in einer Woche soll das erste der beiden dreistöckigen Häuser stehen. Im Mai soll die Unterkunft mit Platz für 200 Menschen bezugsfertig sein.

Auf der Baustelle für die neue Flüchtlingsunterkunft in der Gettnau geht es mit großen Schritten voran: Am gestrigen Dienstag begannen die Mitarbeiter der Firma Holzbau Matt mit der Montage des ersten von zwei Gebäuden, die in Modulbauweise aus Holz gebaut werden. Damit nimmt das 2,5 Millionen Euro teure Bauvorhaben der Stadt Bad Säckingen nun sichtbare Formen an. Und es soll zügig vorwärts gehen: Wie der Geschäftsführer von Holzbau Matt, Hubertus Matt, im Gespräch mit unserer Zeitung darstellte, soll das erste Haus bereits in einer Woche stehen. Dann geht es postwendend am zweiten Haus weiter.

Die Häuser sollen schnell fertig sein

Laut Bauingenieur Joachim Wolter vom Stadtbauamt sollten die beiden Häuser bereits im Mai bezugsfertig sein. Der Landkreis wird das Gebäude für die Dauer von zehn Jahren von der Stadt mieten. Insgesamt bieten die beiden jeweils dreistöckigen Gebäude Platz für die Unterbringung von 200 Flüchtlingen.

„Es ist ein sehr anspruchsvolles Bauvorhaben, vor allem wegen der engen Zeitplans bis zur Fertigstellung“, sagt Hubertus Matt. Von der „Manpower“ her sei es für sein Unternehmen aber gut machbar, immerhin verfügen seine Mitarbeiter über gute Erfahrung: Schon eine Reihe von Projekten in ähnlicher Konstellation haben diese bereits in schlüsselfertiger Bauweise realisiert, so Matt. Mit der Montage der Bauteile sind sechs Mann auf der Baustelle neben der Bad Säckinger Kläranlage beschäftigt. Pro Tag werden rund 40 Tonnen Material verarbeitet.

Maßarbeit: Rudolf Albiez bei der Einpassung eines Bauelements.
Maßarbeit: Rudolf Albiez bei der Einpassung eines Bauelements. | Bild: MARKUS BAIER

Dass die Bauweise an ein Fertighaus erinnert, erleichtert die Sache erheblich. Die Konstruktion besteht aus gut 260 Kubikmetern Massivholz, aus denen die Außenwände und die großflächigen Deckenplatten gefertigt sind, die die Stockwerke voneinander abtrennen. Diese Bauteile hat Holzbau Matt aus Bayern bezogen, wie Hubertus Matt erklärt. Die flexiblen Trennwände für das Gebäudeinnere hat das Unternehmen in Holzständerbauweise selbst hergestellt. Etwa 100 Stück dieser Platten mit einer Gesamtfläche von 1250 Quadratmetern werden in den beiden Häusern verbaut. Wie Bauingenieur Joachim Wolter darstellt hat diese Bauweise große Vorzüge – besonders im Hinblick auf die langfristige Nutzung der beiden Holzhäuser: „Das ermöglicht uns, die Raumaufteilung mit wenig Aufwand zu verändern, falls die Gebäude irgendwann für eine andere Nutzung vorgesehen sind“, erklärt Wolter.

Das gesamte Vorhaben entwickelt sich aus Sicht des zuständigen Stadtbauamts Bad Säckingen ausgezeichnet, wie Joachim Wolter darstellt: „Wir haben extremes Wetterglück. Wir wurden von Frost bislang weitgehend verschont.“ Daher konnte die Bodenplatte für das erste Gebäude schnell fertig gestellt werden. Die Betonarbeiten an der zweiten Bodenplatte beginnen am heutigen Mittwoch. Diese Platten bilden gewissermaßen das Fundament, auf dem die Holzkonstruktion aufgebaut wird, so Wolter. Das erste Gebäude soll bereits kommende Woche fertig sein, dann geht es mit der Aufrichtung des zweiten weiter. Auch dieses soll nach einer Woche stehen. Ist der Rohbau fertig, gehe es umgehend an den Innenausbau der beiden Häuser, so Wolter. Das Ziel, dass die Unterkunft im Mai bezugsfertig ist, sei somit ehrgeizig aber durchaus realistisch.

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