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Bad Säckingen Ex-Genesis Sänger Ray Wilson: Weltstar ohne Allüren

Ray Wilson gastiert mit seinem „Berlin Symphonie Ensemble“ im Bad Säckinger Gloria-Theater

Ein Weltstar im Gloria, das gibt es nicht alle Tage. Aber einer war tatsächlich da: Ex-Genesis-Sänger Ray Wilson mit seinem „Berlin Symphonie Ensemble“. Gloria-Intendant Jochen Frank Schmidt begrüßte das Publikum in ausverkauftem Haus und präsentierte voller Stolz Ray Wilson und sein Quintett: „Eines der Sahnestücke, einen der ganz Großen der Rock- und Pop-Bühnen der Welt.“

Der Mix aus Rock, Pop und Klassik schien aufzugehen, denn das Publikum feierte begeistert die erfolgreichen Hits von Genesis, die hier auf der Bühne „unplugged“ gespielt wurden.

Der sympathische Sänger trat in schlichten Jeans, weißem T-Shirt, langem Haar und Dreitagebart auf. Er beeindruckte durch seine charismatische Bühnenpräsenz, mit seiner markanten, kräftigen, dunklen Stimme und mit seiner Lockerheit. Immer wieder lachte er verschmitzt in das Publikum oder wendete sich, singend und Gitarre spielend, seinen Bandmitgliedern zu. Umso glitzernder präsentierten sich seine zwei jungen, attraktiven Geigerinnen Alicja Chrzaszcz und Barbara Szelagiewicz in ihren dunkelgrünen Paillettenminis, mit schwarzen Strumpfhosen und High Heels. Sie waren der „Hingucker“ des Abends und überzeugten mit ihrem großartigen Geigenspiel, welches oft untermalend, aber auch solistisch, mal rockig mal klassisch, in Erscheinung trat. Außergewöhnlich war ihre Interpretation einer Kurzform von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, die in einem Höchsttempo über die Bühne fegte und in einer Symbiose mit dem Pop Ray Wilsons endete.

Der Pianist Darek Tarczewski untermalte die Welthits durch sein dynamisches, rhythmisches Klavierspiel. Er trat ebenso solistisch auf wie Ray Wilsons Bruder Steve Wilson als Sänger und Gitarrist.

Den Orchestersound komplettierte der Bläser Marcin Kajper mit dem Tenor-Saxophon, der Querflöte und der Klarinette. Die Saxophon-Soli waren ein absoluter Hörgenuss und wurden mit verdientem Zwischenapplaus belohnt. Eine Abfolge von Hits wurde präsentiert: „Follow You Follow Me“, von Genesis, „Another Day In Paradise“, von Phil Collins, „Another Cup Of Coffee“, von Mike And The Mechanics und „The Airport Song“, von Ray Wilson, in dem die Band mit ihren Armen fliegende Flugzeuge simulierte.

Es waren vor allem die bekannten Klassiker, mit denen Wilson begeisterte: Schmusesongs, Balladen, fetzige Rock- und Popmusik versetzten das Publikum besonders im zweiten Teil in Verzückung. Es gab kein Halten mehr, die Zuhörer standen auf, klatschten, sangen und wippten im Rhythmus. Performed wurden auch Solotitel von Ray Wilsons ehemaligem Bandkollegen Peter Gabriel wie „Biko“ und „Solsbury Hill“ und als bejubelte Zugabe die Coverversion von Bob Dylans „Knockin' On Heaven's Door“.

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