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Bad Säckingen Entspannung an der Bildungsfront

An der Bildungsfront entspannt sich die Situation. Die Anmeldewelle, die noch im Frühjahr über die beruflichen Schulen in Bad Säckingen hereingebrochen ist, ist mittlerweile abgeebbt. 600 Schüler wollten hier ursprünglich Fachhochschulreife oder Abitur nachholen. Übrig ist davon noch ein Drittel. Schulleiter Horst Studte: „Das passt“. Denn die Schulen bieten 224 Plätze an.

Gerade in ländlichen Gegenden ist der zweite Bildungsweg gefragt. Deshalb verzeichnen Einrichtungen wie die Rudolf-Eberle-Schule große Nachfrage. Fürs neue Schuljahr haben alle Bewerber einen Platz bekommen.
Gerade in ländlichen Gegenden ist der zweite Bildungsweg gefragt. Deshalb verzeichnen Einrichtungen wie die Rudolf-Eberle-Schule große Nachfrage. Fürs neue Schuljahr haben alle Bewerber einen Platz bekommen. | Bild: Archiv

Bad Säckingen – Als die horrenden Anmeldezahlen im März bekannt wurden, befürchteten Eltern einen Bildungsengpass an den beruflichen Schulen in Bad Säckingen: 600 Interessenten auf 224 Plätze. Oberstudiendirektor Horst Studte, Leiter der Rudolf-Eberle-Schule, hatte aber schon damals prophezeit, dass die Anmeldezahlen auf ein Drittel sinken werden. Das ist nun eingetroffen, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigte.

Der Grund für den Rückgang der Anmeldezahlen: Es gebe jedes Jahr zahlreiche Doppel- und Dreifachanmeldungen an verschiedenen beruflichen Schulen, so Studte. „Das machen Schüler, weil sie sicher gehen wollen, dass sie an einer der Schulen ein Platz bekommen“, erklärt er die Mehrfachbewerbungen. Der Wald an Bewerbern lichtete sich bereits erheblich beim Aufnahme-Termin im Juli. Der Termin ist nämlich an allen beruflichen Schulen in der Region am selben Tag und zur selben Zeit. Und: Die Schüler müssen persönlich anwesend sein. Damit fallen an diesem Tag alle Mehrfachbewerbungen weg. Die tatsächliche Zahl der Schüler wird deutlich. „Nach diesem Stichtag hatten wir nur noch eine kurze Warteliste“, informierte Studte. Während der Sommerferien seien zudem weitere zurückgetreten, so dass Bewerber von der Warteliste noch nachrücken konnten. „So wie es derzeit aussieht, müssten alle zum Zuge gekommen sein“, meint Studte. Andernfalls dürften es nur „ganz, ganz wenige“ sein, vielleicht vier oder fünf, schätzt der Schulleiter.

Dass das schulische Angebot damit weitgehend zum Bedarf passt, liegt auch an den zusätzlichen Klassen, die dieses und letztes Schuljahr bewilligt wurden. Das war offenbar auch nötig, da die Zahl der Bewerber dieses Jahr höher ist als sonst, räumt Studte ein. Über die Gründe kann er nur spekulieren: Möglicherweise würden angesichts der Wirtschaftsflaute weniger Lehrstellen angeboten, weshalb Jugendliche nochmals die schulische Weiterbildung ins Auge fassen.

Die beruflichen Schulen seien jedenfalls gerüstet gewesen, so Studte. Zusätzliche Räume wurden bei der Hauswirtschaftlichen Schule mittels dreier Container geschaffen. Die werden von der Rudolf-Eberle-Schule mitgenutzt. Die Container sind laut Studte für den Unterricht bestens geeignet und komfortabel. Wegen des zu erwartenden Rückgangs der Schülerzahlen in den nächsten fünf Jahren sei eine bauliche Erweiterung nicht in Frage gekommen.

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