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Bad Säckingen Ehret verteidigt Verkauf

31.07.2012
Bad Säckingen -  Nach Auskunft des HBH-Aufsichtsratschefs Oliver Ehret war die Deutsche Klinik Holding der einzige Interessent für die HEK
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Mit Verwunderung reagierte der HBH-Aufsichtsratsvorsitzende und Singener Oberbürgermeister Oliver Ehret auf die Berichterstattung der Stuttgarter Zeitung zum Verkauf der Hochrhein-Eggberg-Klinik (HEK) an die Deutsche Klinik Holding (DKH). Im vergangenen Jahr war man sich mit dem Hauptgesellschafter der Holding, Peter Paul Gardosch von Krosigk, einig geworden, nachdem sich zuvor kein anderer Interessent für die verlustreiche Reha-Einrichtung gezeigt hatte, so Ehret. „Ich kann nur vermuten, dass sich der St.-Vincentius-Verein nachträglich Gedanken über eine verpasste Chance gemacht hat“, so Ehret. Bevor man überhaupt mit von Krosigk in Verhandlungen über den Kauf der Einrichtung getreten sei, habe es monatelang Gespräche zwischen HBH, Kienbaum und dem Vincentius-Verein gegeben. „Doch der Vincentius-Verein wollte die HEK nicht kaufen“, sagt Ehret heute. „Möglicherweise wollte der Verein die Insolvenz der Reha-Klinik abwarten, um sie dann günstiger erwerben zu können“, mutmaßt er. Doch so weit hätten es die Gesellschafter des Verbundes damals nicht kommen lassen wollen. Fieberhaft habe man nach einem Interessenten gesucht. Die Deutsche Klinik Holding sei definitiv der einzige Interessent gewesen.

Im Nachhinein werde nun mit falschen Zahlen operiert, so Ehret. Es sei in der Berichterstattung der Eindruck entstanden, dass der Verkauf der HEK an die DKH noch mit zusätzlichen 20 Millionen Euro versüßt worden sei. Tatsächlich habe man Kredite und Instandhaltungskosten in Höhe von 15,8 Millionen Euro übernommen, für die sich der HBH-Verbund als Hauptanteilseigner (79,9 Prozent) verbürgt hatte. Der St.-Vincentius-Verein war an dem Gesundheitsverbund mit 15,1 Prozent und die Tourismus GmbH von Bad Säckingen mit fünf Prozent beteiligt. Man habe auch mit der Bad Säckinger Tourismus GmbH wegen einer Beteiligung an den Lasten verhandelt, so Ehret, jedoch ohne Erfolg. Der HBH-Verbund habe die gesamte „Restrukturierung“ komplett übernehmen müssen. 20 Millionen Euro seien jedoch nicht richtig, sagt Ehret und verweist auf den Jahresabschluss 2010, in dem die Wertberichtigung in Höhe von 15 Millionen Euro verteilt auf die Bilanzen von 2009 und 2010 vermerkt ist. „Es wurde kein zusätzliches Geld investiert“, so Ehret. „Der Singener Gemeinderat, Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat von HBH waren über jeden Schritt informiert. Erstes Ziel sei es gewesen, die HBH vor der Insolvenz zu bewahren.“ Mit der Pensionskasse der Hochrhein-Eggberg-Klinik hingegen habe der HBH-Verbund nichts zu tun. Dafür habe der Verbund laut Ehret die Gewährträgerhaftung nie übernommen.

Laut "Kienbaum Liquiditäts-, Finanzierungs- u. Kreditplan per 31.12.2010
wurden 10,105 Millionen Euro Langfristige Verbindlichkeiten der Hochrhein-Eggberg-Klinik ... mehr ...
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