Die Serie von Brandstiftungen bei der Bad Säckinger Sozialstation ist höchst wahrscheinlich aufgeklärt. Die Polizei verhaftete noch in der Nacht auf Samstag einen stark alkoholisierten 26-Jährigen. Der Mann wohnt unweit des Tatorts und ist der Polizei schon nach dem ersten Brand vor zwei Wochen aufgefallen.
„Es gibt verschiedene Verdachtsmomente, die nahe legen, dass wir den richtigen Mann erwischt haben“, kommentiert Paul Wißler die Festnahme eines 26-Jährigen in der Nacht auf Samstag. Dem Mann wird vorgeworfen, innerhalb von zehn Tagen zwei Brandanschläge auf die Fahrzeuge der Sozialstation Bad Säckingen verübt zu haben. Dabei waren insgesamt fünf Autos ausgebrannt, zwei wurden durch Hitzeabstrahlung schwer beschädigt. Der Sachschaden liegt bei rund 70.000 Euro.
Der jetzt verhaftete Mann wohnte in der Nähe der Sozialstation und war bereits nach dem ersten Anschlag aufgefallen. Allerdings konnte ihm nichts nachgewiesen werden, so Paul Wißler. Er sei zum Tatzeitpunkt am frühen Samstagmorgen stark betrunken gewesen. Am Sonntag wurde er einem Richter vorgeführt und in eine Entzugsklinik eingewiesen.
Über die Motivation des mutmaßlichen Täters lasse sich bislang noch nichts genaues sagen, erklärte Wißler: „Zunächst einmal sind wir froh, wenn wir bei Brandstiftung überhaupt einen Täter ermitteln können.“ Alles weitere sei nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Die Caritas erfuhr durch den SÜDKURIER von der Entwicklung im Brandstifterfall. Die Erleichterung war bei Rolf Steinegger, dem Leiter der Abteilung Gesundheits- und Krankenhilfe, grenzenlos: „Wir sind überglücklich, wenn dieser Spuk jetzt wirklich ein Ende hat.“ Zugleich räumte er ein, dass nach dem zweiten Brandanschlag innerhalb weniger Tage „große Beunruhigung“ bei der Caritas geherrscht habe. „Dass es gezielt gegen uns ging, davon mussten wir ausgehen. Jetzt bleibt die Frage nach dem Warum“, sagte Steinegger. (msb)
Brand bei der Caritas Sozialstation Fünf Autos der Sozialstation bei Brand zerstört
Brandstifter zerstörten fünf Autos der Sozialstation
Festnahme nach Brandstiftung