Mein

Bad Säckingen Berliner Kissen nun ein Fall fürs RP: Jöckel sieht Sicherheitsbedenken

Rechtsanwalt Günter Jöckel hat in der andauernden Auseinandersetzung um die Berliner Kissen in der Innenstadt von Bad Säckingen nun das Regierungspräsidium eingeschaltet. Er fordert von der Freiburger Behörde die Beseitigung der Aufpflasterungen. Grund sind Sicherheitsbedenken. Die Stadt reagiert gelassen, denn: Die Kissen seien in Absprache mit dem RP geplant worden.

Die Auseinandersetzung um die Berliner Kissen vor den Beck-Arkaden geht in eine neue Runde. Rechtsanwalt Günter Jöckel hat nun das Regierungspräsidium Freiburg eingeschaltet und die Behörde dazu aufgefordert "unverzüglich einzugreifen und die Verkehrssicherheit wieder herzustellen".

Günter Jöckel (Gewerbeverein). Foto: LinkeGünter Jöckel. Bild: Linke
Günter Jöckel (Gewerbeverein). Foto: LinkeGünter Jöckel. Bild: Linke | Bild: Frank Linke

Nach Jöckels Dafürhalten werde die Geschwindigkeit des Autoverkehrs zwar durchaus gemindert, Fußgänger aber unnötig in Gefahr gebracht. Bürgermeister Alexander Guhl reagiert auf die neue Entwicklung hingegen relativ gelassen: "Wir haben die ganze Angelegenheit natürlich schon vorab mit dem RP und auch mit der Polizei abgeklärt. Es gab keinerlei Beanstandungen." Im Gegenteil: Die Maßnahmen würden sogar begrüßt, denn die Situation im Kreuzungsbereich Alte Basler/Waldshuter-Straße habe sich in den vergangenen Monaten "deutlich verbessert", so Guhl weiter. Und eben der Aspekt Verkehrssicherheit sei auch der einzige, den das RP zu prüfen habe. "Die städtebauliche Kompetenz in dieser Frage liegt einzig beim Gemeinderat", so Guhl.

In seinem Schreiben an das RP zielt Jöckel derweil vor allem auf die Sicherheitsprobleme ab, die mit den Berliner Kissen einhergingent: Fußgängern werde suggeriert, "sie könnten/dürften diese offiziell ausschließlich der Geschwindigkeitsbeschränkung dienende Aufpflasterung als direkten Übergang" nutzen. Es handle sich um eine "lebensgefährliche und verkehrswidrige Situation", die dadurch verschärft werde, dass auf beiden Seiten zudem die Bordsteine abgesenkt worden seien, "obwohl das gefährliche Überqueren der Straße an dieser Stelle eher durch eine Kette verhindert werden müsste", betont Jöckel in seinem Schreiben.

Bildunterschrift
Bildunterschrift | Bild: Sandro Kipar

Er sehe sein Vorgehen gegen die Berliner Kissen als Form der "Gefahrenabwehr", begründet Jöckel seine Intervention beim Regierungspräsidium. Die "eher hilflosen" Reaktionen aber auch seiner Ansicht nach "merkwürdige Entscheidungen" des Gemeinderats in jüngster Vergangenheit hätten ihn dazu veranlasst, in dieser Sache an übergeordneter Stelle tätig zu werden.

Kritik an den Berliner Kissen ist bereits häufiger geäußert worden. Bürgermeister Guhl bleibt aber dabei: Die Installation der Aufpflasterungen diene der Steigerung der Verkehrssicherheit. Diese Ansicht vertrete nicht nur die Polizei, sondern auch das RP selbst, denn dieses sei bereits vor dem Bau befragt worden. Der Handlungsbedarf im Bereich Alte Basler Straße und Waldshuter Straße sei groß gewesen, denn die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Km/h sei von Autofahrern zu oft nicht beachtet worden. Neben dem bestehenden Berliner Kissen sollen noch zwei weitere gebaut werden.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Hervorragende Weine vom Bodensee
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Zeiningen/A3
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Die besten Themen
Kommentare (2)
    Jetzt kommentieren