Bad Säckingen Bahn sieht keinen Handlungsbedarf
11.02.2012
Das sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage dieser Zeitung. „Störungen lassen sich bei diesen Tiefsttemperaturen nicht ganz vermeiden“, räumte der Sprecher ein. So seien bei einigen Bussen der Bahn-Tochter Südbaden Bus GmbH (SBG) Startschwierigkeiten aufgetreten. Schneeverwehungen auf einigen Strecken hätten zu Verspätungen geführt. Und außerdem sei es vorgekommen, dass Heizungen ausgefallen sind, und die Passagiere die Fahrt frierend hinter sich bringen mussten.
Im Zugverkehr sei es insbesondere am Montagvormittag und am Donnerstag zu Verspätungen aufgrund technischer Probleme gekommen. Einer der Dieselzüge blieb in Basel liegen. „Wir haben auch eine Beschwerde wegen einer defekten Heizung erhalten, die wir umgehend bearbeitet haben“, erklärt der DB-Sprecher. Der Fehler, eine schadhafte Sicherung, wurde ausfindig gemacht und behoben. „Von weiteren Beschwerden ist uns nichts bekannt“, fügt er hinzu. Insgesamt sei die Kältewelle jedenfalls ohne schwerwiegende Konsequenzen für den Hochrhein geblieben.
Keinen Handlungsbedarf sieht der Bahn-Sprecher am Bahnhof von Bad Säckingen. Hier gibt es zwar Klagen, dass das Bahnhofsgebäude seit dem Einzug einer Bäckerei täglich um 18.30 Uhr geschlossen wird. „Im Zuge der allgemeinen Verschönerung des Gebäudes bleibt uns nichts anderes übrig“, begründet der Sprecher. Es solle verhindert werden, dass die Halle wieder verunstaltet werde. Außerdem könne die Bäckerei nicht anders vor möglichen Dieben geschützt werden.
Dass nun viele Bahnfahrer abends in der klirrenden Kälte am Bahnsteig warten müssen, ist aus Sicht der Bahn nicht allzu tragisch: „Bad Säckingen ist kein großer Wartebahnhof. In der Regel gehen die Leute nach iher Ankunft direkt nach Hause und kommen vor der Abreise so zeitig, dass sie nicht lange warten müssen.“ Und die Verspätungen hielten sich grundsätzlich in einem erträglichen Maß.
