16 Reiter aus deutschen Bundesländern und der Schweiz genießen Reitstrecken des Naturparks Südschwarzwald
Unteralpfen (tao) Das neue Zauberwort für Pferdefreunde heißt „Wanderreiten“. Natur erleben und Neuland erkunden – das bewegte vor kurzem 16 Reiter aus verschiedenen deutschen Bundesländern und der Schweiz, die auf den Reitstrecken des Naturparks Südschwarzwald unterwegs waren und nach einer Woche wohlbehalten und voller Begeisterung zurückkehrten.
Start und Ziel war der „Brunnmatthof“ Unteralpfen, der zu den Reiterstationen des Vereins „Wanderreiten im Naturpark Südschwarzwald e.V.“ zählt. Inhaberin Marion Dimer ist selbst stellvertretende Vereinsvorsitzende. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, ein flächendeckendes Netz an Reitstationen aufzubauen, die Unterkunft für Ross und Reiter bieten. „Wer durch den Naturpark reiten will, soll sich künftig nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, wie und wo er mit seinem Pferd unterkommen kann“, so Dimer.
Dass dieses Ziel bereits zu einem großen Teil umgesetzt wurde, konnte Robert Claus, der Leiter der Gruppe, bestätigen: „Wir waren ebenso von der Landschaft begeistert, wie auch von der Infrastruktur der Höfe, den freundlichen Empfang und die artgerechte Unterbringung der Tiere.“ Auch die Verpflegung stimmte: „Überall wurde uns regionale Küche angeboten und die hat uns hervorragend gemundet.“
Die Strecken selbst waren gut zu reiten, allerdings habe es noch größere Lücken in der Beschilderung gegeben. Dann musste sich Claus auf sein Kartenmaterial stützen oder auch mal den Kompass zur Hand nehmen. An steilen Passagen wurden die Pferde am Zügel geführt. „Überall, wo es haklig wird, gehe ich alleine voraus, um die Lage zu erkunden. Sicherheit hat absoluten Vorrang“, so Claus. Die Gesamtstrecke betrug über zweihundert Kilometer, die Gruppe saß täglich rund fünf Stunden im Sattel. Zu den vielen landschaftlichen Höhepunkten zählten der Feldberg, die Krunkelbachhütte am Herzogenhorn, der Titisee und der Schluchsee. „Wanderreiten ist eher Leistungssport, die Anforderungen an Ross und Reiter sind sehr hoch“, so Robert Claus, der selbst aus Schwalbach an der Saar angereist war und Mitarbeiter einer Fachzeitschrift ist („Pegasus – Freizeit im Sattel“).
Seine Intension war auch, die Streckenführung genau zu dokumentierten, um sie nach seiner Rückkehr im „Pegasus“ den Lesern vorzustellen und zur Nachahmung zu empfehlen. Zum Empfang der Gruppe veranstaltete der Brunnmatthof Unteralpfen ein Hoffest, für Musik sorgte die Band „Stonefree“.