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03.09.2012  |  von Doris Dehmel  |  0 Kommentare

Albbruck Sonnige Stimmung trotz Regenwetter

Albbruck -  Das Albbrucker Dorffest zieht viele Besucher an. Bürgermeister Stefan Kaiser spricht über neue Hoffnung für Gelände der Papierfabrik.

Auch in diesem Jahr waren die Freunde aus der italienischen Partnergemeinde Carmignano di Brenta mit ihren Spezialitäten zum Albbrucker Dorffest gekommen.  Bild: dehmel

Gut gelaunt (von links): Andre Karl, Bernd Wolfsberger, Denis Zenere aus Carmignano di Brenta und Bürgermeister Stefan Kaiser.

Zeitweise brachte die große Vielfalt an bunten Regenschirmen zusätzliche Farbe ins Albbrucker Dorffest.

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Regenwetter, wie es in den fast vier Jahrzehnten dem Albbrucker Dorffest bis auf wenige Ausnahmen bislang erspart geblieben war, bestimmte die diesjährige Festeröffnung. Wer sein eigenes Regendach dabei hatte, war ebenso im Vorteil wie die vielen goldenen und diamantenen Jubelpaare, denen durch die Fahrt mit dem Dorffestbähnle der Fußmarsch im Regen erspart geblieben war.

Während das Blasorchester Albbruck die Reihe der abwechslungsreichen Bühnenauftritte eröffnete, brauchte Bürgermeister Stefan Kaiser nur wenige Schläge, bis das Festbier unter den vielen Besuchern verteilt werden konnte. War vor einem Jahr die Festlaune durch die damals angekündigte Schließung der Papierfabrik getrübt, so gab es durch die Entwicklung der vergangenen Monate wieder Hoffnung für eine Neuentwicklung auf dem Gelände. „Sobald Sie mit Ihren Entscheidungen für eine blühende Entwicklung auf dem Areal gesorgt haben, werde ich Ihnen den Fassanstich überlassen“, versprach Stefan Kaiser dem Vertreter der neuen Eigner, Andre Karl, und dem für den Investitionsbereich Albbruck zuständigen Geschäftsführer Bernd Wolfsberger. Die beiden hatten sich unter das feiernde Volk gemischt und zogen neugierige Blicke auf sich.

Ohne Rücksicht auf die äußeren Bedingungen hat das Albbrucker Dorffest seine Anziehungskraft bis heute behalten. Für einen vor 15 Jahren mit den Eltern in die USA ausgewanderten jungen Mann war das 37. Dorffest der richtige Zeitpunkt für den ersten Urlaub in der alten Heimat.

Trotz vieler Diskussionen konnte der Standort des Albbrucker Dorffestes heuer erhalten bleiben, was Stammgästen die Suche nach ihren Favoriten erleichterte. Davon profitierten vor allem auch die „Patenkinder“, wie Stefan Kaiser die Bewohner von St. Ulrich in Gurtweil bezeichnete, mit denen die Gemeinde seit 1980 in enger Verbindung steht.

Die meisten Festwirte hatten an ihrem bisherigen Angebot festgehalten. Bei den kühlen Temperaturen lagen sie mit Schäufele und Kraut ebenso richtig wie mit Schlachtplatten und Schwenkbraten. Vermisst wurden die Kaffeestube des Kirchenchores und die Waffeln der Siedlergemeinschaft.

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