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Uhldingen-Mühlhofen Bodensee-Fightnight: Sieger, Stimmung, Spektakel - Mit Bildern und Video!

1200 Zuschauer kommen zur vierten Bodensee-Fightnight in die Sporthalle nach Uhldingen-Mühlhofen. Alle Überlinger Kämpfer verlassen als Sieger den Ring. Sebastian Harms-Mendez holt Europa- und Weltmeisterschaft. Die Besucher sind begeistert.

Um es vorweg zu nehmen: Ja, es floss auch etwas Blut bei der vierten Bodensee-Fightnight in Uhldingen-Mühlhofen. Allerdings spricht ein Thaiboxer in diesem Zusammenhang bestenfalls von Blessuren. Das gehört dazu. Deutlich schwerer verletzt war Zuschauer Mario Sagastume aus Kalifornien. Der Lehrer am Salem-College benötigt zwei Stühle, auf einem liegt sein bandagiertes Bein. Er lacht: "Ich spiele Baseball und American Football, meine Knieverletzung habe ich mir allerdings vor zwei Wochen beim Skifahren eingehandelt."

Um das auch gleich vorweg zu sagen: "Die Stimmung hier ist großartig, die Organisation genial", so Hans-Jürgen Jackisch. Der Uhldinger ist zum dritten Mal als Besucher dabei und spricht den allermeisten der rund 1200 Fans in der Halle aus der Seele. Längst ist das Image des Thaiboxens aus der dunklen Ecke des Nachkriegs-Amerika herausgetreten, wie die Zuschauerzahlen und die gefüllten VIP-Tische bei der vierten Veranstaltung in Uhldingen-Mühlhofen beweisen. Sebastian Harms-Mendez, der Veranstalter vom Muay Thai Gym Mendez aus Überlingen, ist mit dem Samstagabend hoch zufrieden. In sportlicher Hinsicht ebenfalls, denn es war kaum zu erwarten, dass alle Überlinger Starter als Sieger aus dem Ring gehen. "Es läuft so gut und jetzt muss ich aufpassen, dass ich meine Konzentration halte", sagt Sebastian Harms-Mendez zwischen den Kämpfen, während seine Hände bandagiert werden. Er belohnt seine Fans mitten in der Nacht mit einem Punktsieg gegen Luca Lombardo und trägt damit den Europameistergürtel der WBC und den Titel als AFSO-Weltmeister nach Hause in seinen Boxstall am Andelshofer Weiher.

Dass dieser Kampf allerdings erst um 1.15 Uhr beendet ist, ist definitiv zu spät und verlangt viel Ausdauer der Zuschauer. Ringsprecher Rainer Jäckle hat sichtlich Freude bei seinem Job und legt wie Michael Buffer, der wohl berühmteste Ansager im Ring, gewichtige Betonung in die Namen der Kämpfer. "Ali, Ali, Ali!", schreien die hiesigen Fans am Ring und feuern ihren Alexander Epp an. Seine Frau Kristina Epp ist nervös und sichtlich erleichtert, als der Kampf beendet ist. Der Lokalmatador gewinnt ebenso wie Weltmeister Ramon Kübler. Der frisch gekürte Überlinger Sportler des Jahres zieht sich zwar kleinere Verletzungen an den Schienbeinen zu, posiert im Anschluss aber stolz mit seiner strahlenden Mutter Renate Kübler.

Sie ist eine von vielen Frauen an diesem Abend in der Halle: Aktive Kämpferinnen, Mütter, Ehefrauen oder Freundinnen der Kämpfer, Nummerngirls oder auch schlicht Fitnessinteressierte – Frauen gehören auch zum Thaiboxen. Gunhild Halke ist Kieferorthopädin und sitzt an einem Tisch im VIP-Bereich. Gefragt, ob es ihr gefällt, dass jetzt junge Frauen im Ring stünden, inklusive der weiblichen Ringrichterin, antwortet sie: "Meine Tochter trainiert auch und das geht absolut in Ordnung für mich." Die Sprechchöre der Männer beim Frauenkampf verlieren übrigens nichts an Lautstärke und Begeisterung. Kevin Roth, sein Vater ist Thaibox-Trainer, schlägt fast Purzelbäume am Ring, klatscht immer wieder in die Hände, auch seine Favoritin vom Team Mendez gewinnt ihren Fight. Viele lachen und freuen sich mit ihm. Das repräsentiert die tolle Atmosphäre bei der Fightnight.

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