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Überlingen Weiße Pracht beschert reichlich Arbeit

Über Nacht fallen in Überlingen rund 15 Zentimeter Neuschnee. Die Räumdienste sind auf Schneemassen vorbereitet und die Polizei meldet nur kleinere wetterbedingte Unfälle.

Über Nacht wurde die Region gestern von starkem Schneefall überrascht. Während die Einwohner beim Blick aus dem Fenster nach dem Aufstehen die dicke Schneedecke bemerkt haben, waren die Räumfahrzeuge schon mitten in der Nacht im Einsatz. Die Straßenmeisterei Überlingen, die für die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zuständig ist, rückte bereits um 3 Uhr aus. Leiter Herbert Herzog: „Eigentlich haben wir schon gestern Abend mit dem Schnee gerechnet, deshalb waren wir auf den Niederschlag vorbereitet.“ Die volle Besatzung von sieben Fahrzeugen und acht Mann sei im Einsatz gewesen, um die etwa 215 Kilometer Straße im westlichen Drittel des Bodenseekreises zu räumen. Dabei werden zuerst Strecken mit Steigungen geräumt, wie in Herdwangen oder Heiligenberg. Die dortige Touristeninformation berichtet von etwa 15 Zentimetern Neuschnee.

Da bei sinkendem Salzvorrat im Lager stets nachbestellt würde, hätte die Straßenmeisterei auch keinen Engpass, berichtet Herzog. Wie lange die Winterperiode noch anhalten wird, vermochte er nicht zu sagen: „Darüber kann kein seriöser Meteorologe Auskunft geben.“ Auch Alexander Barth, Leiter des Werkhofs Überlingen, nicht: „Das kann man nicht sagen, wir hatten auch schon einmal Ende März Schnee.“ Es solle laut Prognosen jedoch in der nächsten Woche etwas wärmer werden und keine Niederschläge geben. Der Werkhof setzte ebenfalls sein gesamtes Räum- und Streukontingent ein: „Alle zwölf Fahrzeuge und 17 Männer waren seit halb vier Uhr im Einsatz“, sagte Barth. Priorität hätten immer die Buslinien und Hauptverkehrsstraßen, unabhängig von den Ortschaften. Der Schneefall traf den Werkhof indes nicht unvorbereitet: „Mitte Februar kann man noch nicht mit dem Winterende rechnen.“ Erst in der vergangenen Woche hat der Werkhof sein Lager mit etwa 80 Tonnen Salz aus drei Sattelzügen aufgefüllt.

Auf den Straßen hielt sich der Schaden in Grenzen. Auf Nachfrage sagte die Polizeidirektion Friedrichshafen, dass in und um Überlingen zwar kleinere wetterbedingte Unfälle zu vermelden seien, „es war aber nichts Außergewöhnliches. Es gab keine großen Schäden oder Verletzte“, bilanzierte ein Sprecher.

Muskelkraft war bei den Anwohnern gefragt, die Gehwege und Zufahrten von einer dicken Schneedecke befreien mussten. Auch Sibel Demirov und Hans Braunbart griffen zur Schippe, um am Morgen rund 15 Zentimeter Neuschnee beiseite zu räumen. „Nur schippen ist doch langweilig“, fand hingegen Ina Lauterwasser-Stielow. Daher nutzte sie die weiße Pracht, um einen Schneemann in der Überlinger Innenstadt zu bauen. „Halb Schneemann – halb Schneefrau“, sagte sie über ihr Werk, „je nachdem von welcher Straßenseite man schaut.“

 

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