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Überlingen Villen könnten noch stehen: "Geld ist da"

27.05.2008
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Überlingen - Die Diskussion zum Villensterben ist um einen Beitrag reicher: Elke Wartmann, Niederlassungsleiterin im Immobilienbüro "Engel & Völkers" bezweifelt die Aussage, dass es die Bauträger seien, die stets den besten Preis bezahlen könnten für Villen, die sie abreißen, um die Grundstücke renditeträchtig mit Mehrfamilienhäusern zu bebauen. In ihrer Kartei stünden potente Kunden, die die stilvollen Häuser kaufen und renovieren würden. Die Bauträger seien aber oft die Schnelleren.

Wenn Überlingen bedauert, dass stilvolle Villen vom Erdboden verschwinden, dann fehlt selten der Fingerzeig auf die Erben dieser Häuser: Sie würden ihr Erbstück zum vermeintlich höchsten Preis an Bauträger verkauften - die wiederum würden die vormals großzügig wirkenden Grundstücke "ausmosten und nachverdichten". Mit der Baukultur sei es in der Stadt nicht gut bestellt, heißt es, weil die Erben, was jedem nachvollziehbar erscheint, ihr Erbstück meistbietend verkaufen wollen.

Beides, alte Villa erhalten und dennoch einen Höchstpreis dafür erzielen - geht das? Nach Meinung der Maklerin Elke Wartmann, die mit millionenteuren Immobilien handelt, sei dies sehr wohl möglich. Es gebe Kunden, die mit den Preisen der Bauträger mitziehen könnten, sagt sie im SÜDKURIER-Interview (siehe übernächste Seite). "Sie würden die alten Villen renovieren und erhalten. Es gibt potentielle Interessenten, die es nur meistens zu spät erfahren." Auch die Diskussion um ein umstrittenes Bauträger-Objekt am Gallerturm müsste es ihrer Ansicht nach nicht geben. Sie hätte Kunden in ihrer Kartei gehabt, die das Haus an der Hangkante mit See- und Alpensicht gerne gekauft und erhalten hätten.


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