Sind Sie für die Wiedereinführung des ÜB-Kennzeichens am Auto? Ein Team der Hochschule Heilbronn nimmt am Samstag auf dem Wochenmarkt eine Befragung zu diesem Thema vor. Wie mehrfach berichtet, kam auf Initiative der Hochschule ein Gesetzgebungsverfahren in Gang, an dessen Ende tatsächlich wieder alte Kfz-Kennzeichen, die in den vergangenen 40 Jahren bei Kreisreformen verloren gingen, möglich sein könnten, so auch das „ÜB“ für Überlingen. Der Bundesrat beschloss am 21. September eine entsprechende Änderung der Fahrzeugzulassungsverordnung. Der Überlinger Gemeinderat sprach sich Anfang 2011 in einer eher informellen Debatte grundsätzlich dafür aus, mit 15 zu 8 Stimmen. Oberbürgermeisterin Sabine Becker argumentierte damals im Gemeinderat, dass Autoschilder Werbeträger seien und das Wir-Gefühl in der Stadt stärken könnten. Auf Einlassung von SPD-Gemeinderat Michael Wilkendorf, dass das Bewusstsein der Bevölkerung für den Bodenseekreis leiden könne, antwortete Becker: „Ich glaube nicht, dass die Einheit des Kreises am Kennzeichen hängt.“ Worauf Wilkendorf wiederum sagte: „Sie hängt nicht am Kennzeichen, aber an der falschen Symbolik.“ Neben der SPD sprach sich vor nun fast zwei Jahren auch die CDU-Fraktion im Gemeinderat geschlossen gegen eine Wiedereinführung aus. Lothar Fritz: „Ein Graben zwischen badischem und württembergischem Teil ist mental immer noch enthalten.“ Und Michael Jeckel meinte damals, dass das Thema nicht dazu angetan sei, das Image der Überlinger aufzubessern: „Dann gelten wir wieder als die großgoschigen Reichsstädter.“
Um herauszufinden, wie die Bürger vor Ort zu dieser Idee stehen, wurden in den Jahren 2010 bis 2012 mehr als 40 000 Personen in 175 Städten befragt, teilt die Hochschule Heilbronn mit. 74 Prozent Zustimmung sei dabei herausgekommen. In Überlingen wird am 27. Oktober ein Team der Hochschule Bürger aus dem Altkreis Überlingen ab 8.30 Uhr auf dem Markt nach ihrer Meinung fragen.

Mit etwas Phantasie ist die Abkürzung FN viel netter zu ... mehr ...