Mein

Überlingen Tierschutz: Aktivisten sprechen Pelzträger direkt an

Eine Gruppe aus Vertretern der Partei Tierschutzallianz, des Vereins Black Forest for Animals und der Bodensee-Aktivgruppe hat am Samstag auf der Überlinger Münstertreppe eine Mahnwache organisiert. Das Motto: „Pelz bedeutet Tierleid.“

Viola Hauser von der Bodensee-Aktivgruppe fühlt einer Passantin in der Münsterstraße an deren Pelzkragen: „Das ist ein Kunstpelz“, klärt sie fachmännisch auf. Etwas erleichtert darüber lässt sich die Passantin den Unterschied zu echtem Tierpelz erklären. Und auch über das Leid informieren, das den Pelztieren zugefügt wird.

„Pelz bedeutet Tierleid“ war das Motto der Mahnwache, die am Samstag auf der Münstertreppe stattfand. Die Partei Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz) sowie die Bodensee-Aktivgruppe riefen zu der Veranstaltung auf, die vom Vegetarischen Bund Deutschlands sowie dem Verein Black Forest for Animals unterstützt wurde.

„Wir müssen die Leute wachrütteln“

Thomas Mosmann, Generalsekretär der Partei Tierschutzallianz, kam persönlich zur Mahnwache nach Überlingen und informierte ausführlich über die Erfolge seiner Partei. Aber das war eigentlich nur nebensächlich, denn vielmehr liegt ihm der Tierschutz am Herzen. „Wir müssen die Leute wachrütteln“, sagt er und mahnt dringende politische Reformen an. Das sieht auch Ralf Henneberg vom Verein Black Forest for Animals so: Mit seinem aufgemalten halben Totenkopf und seinem hautlosen Fleischkostüm fordert er ein Umdenken für die Tiere: Er spricht Tierversuche an und geht mit seiner veganen Ernährung selbst mit gutem Beispiel voran.

Ihre Arbeit ist erfolgreich, weiß Giorgia Gorges von der Bodensee-Aktivgruppe zu berichten. Schon ein paar Geschäfte in Überlingen hätten nach aufklärenden Gesprächen Pelze aus ihrem Sortiment genommen. An diesem Samstag klären sie ausschließlich Passanten auf, vornehmlich Pelzträger. Sie spricht eine Passantin auf ihren echten Pelzkragen an, die sich dahingehend rechtfertigt, dass es ja nur ein kleiner Pelzkragen sei: „Auch dafür musste ein Tier sterben“, sagt Giorgia Gorges. Betreten schweigend geht die Passantin weiter. Es ist eine Lebenseinstellung, sagen Domenik und Angelika Traub. Sie kämpfen in der Bodesee-Aktivgruppe, bis der letzte Tierkäfig leer ist. Am Samstag hätten sie weniger gekämpft, sondern nur angemahnt und aufgeklärt, so wie auch Sandra Weyrauch und Roland Schäfer zusammen mit ihrem Hund Kita. Am Ende waren die knapp 40 zwei- und vierbeinigen Aktivisten zufrieden: „Unsere Botschaft kam an!“

Stimmungsvolle Adventsdeko, Geschenkideen für Weihnachten und vieles mehr bei SÜDKURIER Inspirationen. Jetzt Newsletter abonnieren und 10 € Gutschein sichern!
Auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ?
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Überlingen
Überlingen
Überlingen
Überlingen
Überlingen
Überlingen
Die besten Themen
Kommentare (1)
    Jetzt kommentieren