Nach einem Tauchunfall am Samstagmittag im Bodenseee vor Überlingen musste das Opfer nach Stuttgart geflogen werden, weil die Überlinger Druckkammer nicht zur Verfügung stand.
Bei einem Ausbildungs-Tauchgang im Bodensee vor Überlingen kam es am Samstag, 28. August, um die Mittagszeit zu einem schweren Zwischenfall. Eine Vierergruppe mit Tauchern aus dem Stuttgarter Raum war vom westlichen Uferbereich aus zu einem Ausbildungstauchgang abgestiegen, während dessen es in 31 Metern Tiefe es zu einem Zwischenfall kam, erklärt die Wasserschutzpolizei. Die Gruppe war in zwei Zweierteams unterwegs, wobei der eine Tauchschüler von einem Tauchlehrer und der andere von einem Tauchlehrer-Assistent begleitet wurde. Nachdem ein Schüler Probleme hatte, leitete der Tauchlehrer-Assistent den Aufstieg ein und ließ den Schüler alleine schnell nach oben aufsteigen, berichtet die Wapo weiter. An der Oberfläche angekommen, rief das Opfer um Hilfe. Er wurde von einem Sicherheitsteam der Tauchschule bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit Sauerstoff erstversorgt. Wegen der Topographie des Seegrundes vor dem Überlinger Westufer hatten die Rettungskräfte Schwierigkeiten, ihn zu übernehmen. Erst mit einem flachgängigen Boot der DLRG konnte er schließlich zum rund einen Kilometer entfernten Landungsplatz gebracht werden. Der Notarzt wies den Verletzten stationär ins Überlinger Helios-Spital ein, da die dort vorhandene Druckkammer jedoch laut Wasserschutzpolizei „revisionsbedingt“ nicht eingesetzt werden konnte, und sich die Beschwerden des Tauchers im Laufe der Behandlung verschlimmerten, brachte ihn ein Rettungshubschrauber ins Druckkammer-Centrum nach Stuttgart. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zur Unfallursache dauern an. (mba)