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Überlingen Rosa-Wieland-Kindertagesstätte: In vieler Hinsicht ein besonderes Haus

In der am Wochenende eröffneten Rosa-Wieland-Kindertagesstätte wird die Inklusion täglich gelernt und gelebt.

Das neue Rosa-Wieland-Kinderhaus ist in mehrerer Hinsicht eine besondere Kindertagesstätte. Davon konnten sich die Gäste bei der feierlichen Eröffnung überzeugen. Nicht nur, dass der außergewöhnliche Neubau mit der Lage am See ein besonderes Privileg genießt. Auch was sich darin tut, verdient Beachtung. Dass hier Inklusion täglich gelernt und gelebt wird, demonstrierten die Kinder mit ihrem Lied „Ich bin anders als du bist anders als er ist anders als sie...“

Mit Inhalt füllten es später Petra Drossel, die Leiterin der städtischen Kindertagesstätte, und Thomas Sigg vom Körperbehindertenzentrum Bodensee-Oberschwaben (KBZO), das in Nußdorf schon seit 14 Jahren eine Außenklasse seines Schulkindergartens betreibt. Es sei der dritte Neubau einer Kindertagesstätte, der in diesem Jahr eröffnet werde, betonte Oberbürgermeisterin Sabine Becker.

Allein die Stadt habe seit 2011 mehr als 8,7 Millionen Euro zur Verbesserung der Kinderbetreuung ausgegeben und damit die Zahl der Kleinkindplätze von 70 auf 143 erhöht. Ortsvorsteher Dietram Hoffmann beleuchtete das Leben der Stifterin Rosa Wieland, die das alte Gebäude mit dem wertvollen Grundstück den Nußdorfern vermacht hatte. Sie war sicher gut beraten, dass sie der Gemeinde die Nutzung konkret vorschrieb und ihr beim Verkauf den Erlös entziehen würde. Der Bund der Steuerzahler wäre sonst vielleicht schnell mit Kritik bei der Hand, erklärte Nicolas Schwager vom Konstanzer Architekturbüro, dass man das Grundstück nicht gewinnbringender nutze.

Doch dass Kinder einige Jahre diese schöne Umgebung erleben dürften, sei ein Privileg, an das sie ihr Leben lang denken würden. 1500 Kubikmeter Holz seien verbaut worden, allein für das gedämmte Verbunddach habe seine Firma Schrauben für 12000 Euro verarbeitet, berichtete Zimmermeister Axel Kränkel. Da es ein Richtfest hier nie gegeben hatte, das Flachdachgebäude jedoch in Holzrahmenbauweise mit modernen Energiestandards erbaut wurde, durfte Kränkel sein Glas als Glücksbringer zum Fenster hinauswerfen. Den kirchlichen Segen sprach Pater Bruno von der Birnau dem Haus zu.

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