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Überlingen Plattform für Selbstversuche

23.02.2012
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Die nächste Acoustic Session des Kulturvereins dreht sich auch um die Lyrik von Bertholt Brecht

Die Acoustic Session geht in die siebte Runde: Am Freitag, 24. Februar, steht die Bühne im Foyer der Freien Kunstakademie (Seepromenade 21) wieder Musikern und Literaturfreunden offen. Denn zu den zahlreichen Musikern der vergangenen Sessions haben sich seit der Januar-Veranstaltung nun auch die „Akustiker“ des gesprochenen Wortes gesellt.

Ute Stähle, Vorsitzende des Kulturvereins, freut sich über die Teilnahme der von Borwin Beer und Folker Hoffmann. „Wir wollen eine Plattform schaffen, für all diejenigen, die sich einem Zuhörerkreis vorstellen wollen. Es sind durchaus auch Laien dabei, die einfach mal testen wollen, ob sie sich vor Zuhörern präsentieren können und ob sie ankommen“, so Stähle. Nach Rilke, dargeboten von Borwin Beer, wird bei der kommenden Veranstaltung Lyrik von Bertholt Brecht vorgestellt. Folker Hoffmann rezitiert aus dem reichen Fundus des herausragenden Dramatikers Gedichte über die Liebe.

Nicht verklärt-romantische Verse sind zu erwarten, sondern eher derbe Gedichte über Jungfrauen und Huren, Abschied und Trennung, denn (Zitat des Herausgebers Werner Hecht): „Ihm war nichts fremd und er kannte weder in der Betrachtung, noch in der Beschreibung Tabus.“ Um 20 Uhr beginnt die kostenlose Veranstaltung im Foyer der Freien Kunstakademie. In Zukunft sieht Vorsitzende Stähle noch eine separate Veranstaltung für die beiden Sprechkünstler vor. „Wir würden sie gerne in unser Programm längerfristig aufnehmen.

“ Stähle kennt das Publikum der Acoustic Session, das überwiegend in der Altersspanne zwischen 35 und 55 liegt. Aus diesem Grund ist ihre Einschätzung sehr sachlich: „Die Acoustic Session mit der Musik existiert erst seit September, mit dem Text sogar erst seit Januar. Das muss wachsen.“ Der veranstaltende Kulturverein jedenfalls hofft auf eine wachsende Begeisterung und möchte die Textkünstler gerne in seinem festen Programm führen. „Ich erwarte aufgrund des unterschiedlichen Publikums auch unterschiedliche Reaktionen“, sagt Stähle.

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