Mein

Überlingen Noch keine Lösung im Rechtsstreit Bodan/Wörner in Sicht

04.08.2012
Überlingen -  Die Stadtverwaltung ist um Alternativlösungen bemüht. Denn so lange Wörner im Kogenbach ist, könnten andere Betriebe ihre Erweiterungspläne nicht umsetzen.

Service
Artikel drucken  Artikel drucken
  Artikel versenden

  Newsletter
  RSS-Feed


Er mache „drei Kreuze“, wenn eine Lösung im Streit um ein Grundstück im Gewerbegebiet Oberried gefunden ist. Das sagte Bürgermeister Ralf Brettin, nachdem sich Robert Dreher (FWV) in der jüngsten Gemeinderatssitzung nach dem Stand der Dinge erkundigt hatte. Gemeint war die juristische Auseinandersetzung zwischen dem ansiedlungswilligen Tiefbauunternehmen Wörner und dem Naturkostgroßhandel Bodan. Die Akten liegen derzeit bei Gericht. In einem Vorverfahren bestätigte das Verwaltungsgericht Sigmaringen die Sicht von Bodan, wonach eine geplante Bauschuttbrecheranlage an dem vom Landratsamt eigentlich genehmigten Standort eher nicht passt. Zu groß sei die Belastung durch Lärm und Staub.

Brettin berichtete, dass ein Verbleib der Firma Wörner am bisherigen Standort Kogenbach Probleme für andere Firmen nach sich zöge. Denn es war geplant, im Kogenbach eine Deponie für Erdaushub zu schaffen. In zwei Fällen könne die Erweiterung bestehender Betriebe derzeit nicht starten, weil nicht geklärt sei, wohin der anfallende Erdaushub transportiert wird. Es gebe zwar Kapazitäten, doch fielen durch den weiteren Transport „sechsstellige Mehrkosten“ an, so Brettin in der Sitzung.

„Was sind die Alternativen?“, stellte der Baubürgermeister die rhetorische Frage. Er rechne nicht damit, dass der Kläger, die Firma Bodan, „einlenkt“. Zumindest sei dies bisher von dieser Seite „kategorisch abgelehnt“ worden. Und mit dem Vorschlag, dass einer der beiden streitenden Parteien seinen Betrieb „einhaust“ sei man auch nicht weiter gekommen. Der eine müsste Emissionen verhindern, der andere Immissionen abwehren – doch beides wäre mit hohem technischem Aufwand und damit Kosten verbunden, von denen keiner bereit ist, sie zu tragen. Brettin antwortete auf seine eigene Frage wenig zuversichtlich: „Wir befinden uns in einer Kreisbewegung.“ Am „erfolgversprechendsten“ sei noch der Versuch, für Wörner einen anderen Standort zu finden. Doch müssten auch hier wieder Gutachten erstellt werden und das Genehmigungsverfahren neu durchlaufen werden – mit zeitlicher Ungewissheit und offenem Ende.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln