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Überlingen Nach Leichenfund vorläufiges Obduktionsergebnis: 24-Jähriger im Bodensee ertrunken

11.10.2012
Überlingen -  Hinweise auf Fremdeinwirkung, die zum Tod eines Mannes aus dem Kreis Tuttlingen im Bodensee vor Überlingen führten, gibt es nicht. Darauf weist die Polizei nach Aussagen der Gerichtsmedizin hin. Eine tragische Rolle spielte vermutlich der Konsum von Alkohol.
Amokalarm an Zeppelin-Gewerbeschule

Symbolbild  Bild: Marcus Führer, dpa

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Stefan Hilser


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Der 24-jährige Mann, den Taucher am Dienstag tot im Bodensee fanden, ist ertrunken. Das teilte die Polizei gestern nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis mit. Hinweise auf Fremdeinwirkung gebe es nicht. Der junge Mann aus dem Landkreis Tuttlingen sei in der Nacht auf Samstag an der Uferpromenade aus freien Stücken ins Wasser gestiegen. Der Bodensee hatte zu diesem Zeitpunkt eine Temperatur von etwa 15 Grad. Bereits vor vier Wochen, so die Aussagen der Freundin des Verstorbenen gegenüber der Polizei, habe der 24-Jährige mit dem Gedanken gespielt, an besagter Stelle, von einem Steg vor dem Zeughaus aus, zum Baden zu gehen. Damals sei es ihm aber zu kalt erschienen.

Nun, in der Nacht auf Samstag, trank der 24-Jährige nach den Erkenntnissen der Polizei in einer Gaststätte in der Altstadt „größere Mengen Alkohol“. Das wirkte möglicherweise enthemmend, so dass der junge Mann die Gefahren falsch einschätzte, Kleidung ablegte und ins Wasser stieg. Er wurde direkt unterhalb des Stegs, in einer Tiefe von etwa elf Metern, von Tauchern der Wasserschutzpolizei gefunden. An der Fundstelle im Wasser lag auch das Mobiltelefon des verunglückten Mannes, was den Ermittlern der Kripo zunächst Rätsel aufgab. Denkbar sei es, so ein Polizeisprecher, dass der 24-Jährige in seinem Todeskampf den Steg noch erreichte, das Handy in die Tiefe riss, sich selbst aber nicht mehr retten konnte.

Wie berichtet, gab die Freundin des 24-Jährigen am Samstagmorgen eine Vermisstenanzeige bei der Polizei auf. Sie war bei Bekannten in Überlingen zu Besuch. Nachdem ihr Freund die Gaststätte früher verlassen hatte und an der Adresse der Bekannten nicht ankam, startete sie zunächst auf eigene Faust die Suche. In Erinnerung an das Vorhaben von vor vier Wochen ging sie auch zu dem Steg am Zeughaus, wo sie ein Hemd von ihm fand.

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