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Überlingen Musicalschule ebnet den Weg in die Filmwelt

20.05.2010


Sara-Lena Möllenkamp hat sich in Überlingen fit gemacht für die European Film Actor School in Zürich

Überlingen – Fantastische Welten, Krimis, Action und Komödien, Kameras und der rote Teppich. Nach Robin Koger, der inzwischen begeistert in Hamburg bei Joop van der Ende (Stage Entertainment) studiert, schaffte es nun auch Sara-Lena Möllenkamp (Konstanz) auf Anhieb, aus mehreren hundert Bewerbern einen der heiß begehrten Studienplätze zu erhalten. Sie hat die Aufnahmeprüfung an der European Film Actor School (EFAS) in Zürich bestanden. Ab Herbst wird sie dort eine dreijährige Ausbildung zur Filmschauspielerin beginnen.

Zuerst studierte Möllenkamp Literatur-Kunst- und Medienwissenschaften an der Universität Konstanz, doch nach dem Bachelor wurde ihr klar, dass sie nicht vor die Bühne sondern auf die Bühne gehört. So begann Möllenkamp im Oktober 2009 an der Musicalschule Bodensee in Überlingen sich intensiv auf die Vorsprechen an den entsprechenden Ausbildungsstätten vorzubereiten, teilt die Musicalschule in einem Pressetext mit. Dreimal in der Woche fuhr sie dafür von Konstanz nach Überlingen, lernte Gesang von der Picke an und arbeitete im Schauspiel – und Tanzunterricht weiter an sich. Das Ergebnis: es hat sich gelohnt, und los kann es gehen.

Die Auswahl der Bewerber fing bereits an, ohne dass sie einen Fuß nach Zürich gesetzt hatten. Die erste Aufgabe bestand in einer Fotoserie zu fünf Stichworten. Mit Porträts, die sie mit Zitaten von Hermann Hesse kombinierte, entwickelte Möllenkamp Momentaufnahmen eigener Erfahrungen und konnte die Jury damit überzeugen, sie zum Vorsprechen an die Schule einzuladen. Dort wurden dann in kleinen Gruppen die Fähigkeiten der Bewerber genau vor die Linse genommen. Nach einer Pause musste dann ein Großteil der Bewerber den Heimweg antreten. Die verbliebenen wurden zu einem Einzelgespräch mit der Jury gebeten. Am Ende eines langen Tages war die Konstanzerin, die eigentlich aus Friedrichshafen stammt, dann eines von zwei jungen Talenten, die einen Ausbildungsvertrag bekamen. Drei weitere dürfen sich in einem Probesemester an der EFAS beweisen. „Das erste Gefühl nach der Zusage war eine unglaublich große Erleichterung“, berichtet Möllenkamp. „Die Ausbildung gibt mir zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, die Chance in greifbarer Nähe zu haben, endlich dort anzukommen, wonach ich bisher gesucht habe.“

Doch damit sie sich mehr auf das Studium konzentrieren kann, sucht sie noch Stipendien. „Ich glaube, dass mir an der EFAS eine tolle Ausbildung und die Möglichkeit zu vielen Erfahrungen geboten wird. Deswegen möchte ich diese Chance unbedingt nutzen. Wenn meine Freizeit nicht für einen Nebenjob draufgeht, um die Schulgebühren zu finanzieren, könnte ich im Idealfall noch mein Masterstudium an der Universität Konstanz beenden, da die wissenschaftliche Sicht eine optimale Ergänzung zur Praxis an der Schule wäre.“

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