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Überlingen Montessori ist zur Marke geworden

15.06.2012
Überlingen -  Es war ein mühsamer Kampf um Anerkennung, als sich vor 23 Jahren eine Initiative mit dem Ziel formierte, eine pädagogische Alternative nach den Gedanken und Prinzipien von Maria Montessori anzubieten: Das Kind aus einer neuen Perspektive zu sehen, Stärken, Schwächen und Handicaps als Beitrag zur Vielfalt und Notwendigkeit zur Integration zu erkennen. Kinderarzt Eugen Schulz und die Montessori-Pädagogin Elisabeth Ziegler hatten den Stein ins Rollen gebracht und Eltern für ihre Idee gewonnen.Trotz Begeisterung und vermeintlicher Überzeugungskraft war es damals nicht leicht, die Stadt und den Gemeinderat für die Qualitäten dieses Ansatzes zu gewinnen.

Mit Ausdauer und Konzentration bei der „Arbeit“: Die fünfjährige Syria aus Überlingen hat Freude daran.  Bild: Walter

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Heute – mehr als 22 Jahre nach der Gründung des Vereins und 21 Jahre nach Eröffnung des Kinderhauses in Nußdorf – ist Montessori längst zu einer Marke geworden. Schlange standen Eltern schon seit vielen Jahren, um einen von 24 Plätzen zu bekommen. Nach der Eröffnung des Neubaus auf dem Schättlisberg gibt es 48 Kindergartenplätze und 20 Krippenplätze.

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„Dennoch waren wir praktisch sofort voll“, sagt Margret Leitz, seit vielen Jahren Vorsitzende des Montessori-Vereins. Kaum war ihre Tochter 1993 im Kinderhaus, hatte Margret Leitz auch schon eine Aufgabe im Vorstand. Die nimmt sie bis heute mit Begeisterung wahr, obwohl die eigenen Kinder längst erwachsen sind. Gleiches gilt für Finanzchefin Heike Röder, die sich im Verein seit der ersten Stunde engagiert.

Heute leistet das Montessori-Kinderhaus, das von Cornelia Gericke geleitet wird, einen ganz wesentlichen und anerkannten Beitrag zur Bildungsvielfalt in der Stadt. Margret Leitz war Motor des Neubau-Projekts am Schättlisberg, das der Stadt zur Deckung des Betreuungsbedarfs entgegen kam. Sie hatte in ihrem Vorstand mit Marc Bitzer, Heike Röder, Sandra Irshaid und Matthias Barsch engagierte und kompetente Mitstreiter.

Nicht nur in pädagogischer Hinsicht geht das Montessori Kinderhaus eigene Wege und pflegt unter anderem Kooperationen mit der Musikschule und mit der Schule Schloss Salem für den ersten Kontakt mit der Fremdsprache Englisch. Das biologische Mittagessen kommt inzwischen vom Haus Rengold, das Vesper aus der grünen Kiste.

Wenn der Verein jetzt „20 Jahre Montessori Kinderhaus“ feiert, dann nicht, weil er sich verrechnet hat. Doch vor Jahresfrist im Frühsommer 2011 gab es Wichtigeres zu tun. Es liefen die Bauarbeiten am neuen Standort Schättlisberg auf Hochtouren und der Umzug stand unmittelbar bevor.

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