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Überlingen Mit Pauken und Trompeten (und Orgel) ins neue Jahr

Ensemble Top aus Leipzig begeistert beim Silvesterkonzert im Münster.

Im gut gefüllten Überlinger Münster genossen die Zuhörer in der vorletzten Stunde des alten Jahres festliche Musik. Die Überlinger Münsterkonzerte hatten für das Silvesterkonzert das Ensemble TOP (Trompeten, Orgel, Pauken) aus Leipzig eingeladen. Pünktlich um 22 Uhr erklang die berühmte und markante Eurovisionsmelodie, das Prélude in D-Dur aus Marc-Antoine Charpentiers „Te Deum“ von der Empore.

Alexander Pfeifer und Sebastian Taubert (Trompeten), René Geipel (Pauken) und Frank Zimpel (Orgel) interpretierten strahlend, frisch und schwungvoll verschiedene Bearbeitungen aus Werken Johann Sebastian Bachs: drei Sätze aus dem Oster-Oratorium, aus der Rathauskantate, deren Motive auch Eingang in die h-Moll-Messe fanden und den Schlusschoral aus einer Kantate zu Neujahr mit akzentuierten Einwürfen der Trompeten. In Präludium und Fuge BWV 547 glänzte Frank Zimpel auf der Nikolausorgel und genoss hörbar die vielen Möglichkeiten dieses Instrumentes. In flottem Tempo spielte er die fünfstimmige Fuge. Aus Louis Viernes erster Orgelsinfonie op. 14 d-Moll interpretierte Zimpel lebendig und farbig das Prélude und die berühmte Toccata. Im Concerto in F-Dur des Benediktiners Valentin Rathgeber begleitete Zimpel seine Kollegen an der Marienorgel.

Alexander Pfeifer und Sebastian Taubert spielten im Altarraum auf dem Corno da caccia, einer Naturtrompete in Hornform, und bezauberten die Zuhörer mit wunderbarem glänzendem Klang und wunderschönen Piani, ihr Spiel war perfekt. In Engelberts Humperdincks Weihnachten tauschte René Geipel die Pauken gegen ein Glockenspiel ein und gab der, von einem Volkslied inspirierten spätromantischen Weise, im Zusammenspiel mit Trompete und Orgel einen besonderen Charakter.

Das Streich-Quartett Nr. 3 Mishima des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten Philip Glass bearbeitete Frank Zimpel für Orgel. Faszinierende minimalistische, aber effektvolle Klänge, verschiedene gegeneinander laufende Rhythmen, die ursprünglich als Filmmusik komponiert waren. Mit Georg Friedrich Händels Wassermusik beendeten die Musiker das Silvesterkonzert und ernteten begeisterten Applaus des Publikums. Für die sympathischen Musiker war es nach Berlingen am Untersee das zweite Konzert an diesem Silvestertag. Zum Feiern blieb keine Zeit, da der nächste Konzerttermin am Neujahrstag in Ahlbeck auf der Insel Usedom stattfand.

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