Mein

Überlingen Mensa-Essen kommt bei Schülern und Rektoren gut an

13.10.2012
Überlingen -  Schulessen der Firma Apetito kommt bei Schülern am Gymnasium und der Realschule gut an. Diskussion um Essen vom Großkonzern statt regionaler Küche damit wohl vorerst vom Tisch.

Wieder regelmäßiger besucht ist die Mensa des Gymnasiums Überlingen, seit die Firma Apetito hier Essen ausgibt.  Bild: Wagner

Service
Artikel drucken  Artikel drucken
  Artikel versenden

  Newsletter
  RSS-Feed
Autor
Claudia Wagner


Pfeil Autor kontaktieren


Über Geschmack lässt sich bekanntlich diskutieren. In der Mensa des Gymnasiums ist man momentan von Diskussionen jedoch weit entfernt. Die Schüler, die ihr Essen an der Ausgabetheke abgeholt haben, lassen es sich schmecken. Es gibt Pommes mit Currywurst oder wahlweise vegetarische Maultaschen. „Ich finde das Essen lecker, besser als letztes Jahr und etwas günstiger“, konstatiert die 15-jährige Gyde Hansen.

Zuvor hatte es Diskussionen gegeben, darüber, welche Firma das Essen für Realschule und Gymnasium sowie die Wiestorschule liefern sollte, was aus den vorherigen Betreibern der Mensa im Gymnasium werde und, ob es möglich sei, regionale Lebensmittel anzubieten. Den Zuschlag bekam die Firma Apetito aus Rheine (Nordrhein-Westfalen) als günstigste Anbieterin des Schulessens, das die Stadt europaweit ausgeschrieben hatte. Seit Schuljahresbeginn läuft der Essensbetrieb mit der neuen Anbieterin nun. „Das Essen kommt ganz gut an“, resümiert Schulleiter Hans Weber, „im Schnitt werden 80 bis 100 Essen täglich ausgegeben“. Auch die Pausenverpflegung mit belegten Brötchen, Schnitzelbrötchen oder Gebäck werde gut angenommen. Im Sommer wurde die Mensa saniert, durch eine schlechte Akustik war es in dem Raum früher sehr laut gewesen.

„Der Start mit der Firma Apetito ist sehr vielversprechend, jetzt müssen wir sehen, ob es so bleibt.“ Das Risiko, dass sich der Erfolg der ersten Wochen nicht in diesem Maße fortsetze, sei relativ groß: In der Regel bevorzugten die Schüler auswärtige Pausenverpflegung, sobald es Frühling wird. Karl Hepp, Leiter der Realschule, bestätigt den Eindruck im Wesentlichen: „Ich esse selbst dort; Allen, die in der Mensa essen, schmeckt es“. Insbesondere der Verkauf von Pausenverpflegung wie Schnitzelbrot und Brezeln laufe sehr gut. Besonderes positiv falle die Freundlichkeit der Mitarbeiter an der Theke auf. Ein Wermutstropfen bleibe der weitgehende Verzicht auf regionale Produkte. Abgesehen von den Salaten werde das Essen aus Nordrhein-Westfalen angeliefert.

Zufrieden äußert sich auch die Firma Appetito mit dem bisherigen Verlauf. Genaue Zahlen lägen noch nicht vor, doch der erste Eindruck sei gut, sagt ein Unternehmenssprecher. Am Gymnasium nähmen etwas mehr Schüler das Angebot in Anspruch. Vor allem der Kioskbetrieb beliebt.

Unterdessen sind die Pommes-und-Currywurst-Portionen der Schülerinnen verspeist. Ihr Urteil ist wohlwollend. „Meistens ist es lecker, es hat auch mal nicht so geschmeckt“, findet Maike, „ich esse einmal pro Woche hier.“ Auch sie schätzt die Möglichkeit, für relativ wenig Geld ein Mittagessen zu bekommen. Lukas Sutter meint: „Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut. Früher habe ich gar nicht in der Mensa gegessen, heute fast immer.“

Etwas kritischer äußert Markus Aigner, Lehrer am Gymnasium: Das Essen sei deutlich besser geworden in der Qualität. Der Gesundheitsaspekt komme ihm aber zu kurz, der Ballaststoffanteil sei zu niedrig, das Essen zu fettig. „Die Verwendung regionaler Produkte würde ich begrüßen, aber noch ungünstiger ist es, wenn die Schüler zum Fast-Food-Chinesen abwandern.“

Ein Wermutstropfen bleibt: Zuvor hatte die Familie Petrizzo die Mensa im Gymnasium betrieben. Laut Auskunft des Sprechers von Apetito habe Nella Petrizzo ein Angebot der Firma erhalten, dieses aber nicht angenommen. Viele Schüler erinnen sich gerne an die freundliche und warmherzige Art der Ex-Betreiberin und bedauern deren Weggang.

Nachtrag
Wenn sich Eltern - egal aus welchen Gründen - mit diesem Schulfraß zufrieden geben, dann wäre ... mehr ...
PR von Apetito?
"Ein Wermutstropfen bleibe der weitgehende Verzicht auf regionale Produkte. mehr ...
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln